21.08.2020 - PK mit Jakob Pöltl an der Alten Donau (c) Ernst Weiss #jp25 #basketballrotweissrot

Jakob Pölltl kann sich Zukunft bei Spurs vorstellen

21.08.2020 - Jakob Pöltl kann sich eine Zukunft bei den San Antonio Spurs vorstellen. „Das könnte eine coole Sache sein“, sagte der heimische NBA-Pionier bei einer Pressekonferenz an der Alten Donau in Wien. Die Texaner verfügten über „eine gute junge Truppe“, die acht Spiele in der „Bubble“ in Orlando hätten „sehr viel Spaß gemacht“, so der „Restricted Free Agent“.

Insgesamt gehe er „mit gemischten Gefühlen“ aus seiner vierten NBA-Saison, sagte Pöltl. Das Ende sei „positiv“ gewesen, „wir haben uns in Orlando gut präsentiert“. Davor sei er „eher unzufrieden“ gewesen „im Vergleich zu den letzten (acht, Anm.) Spielen (in der Bubble, Anm.).“ Dass San Antonio „eine holprige Saison“ hinter sich habe, bezeichnete der Center als „kein Geheimnis“. Die Spurs haben bekanntlich nach 22 Jahren erstmals wieder die NBA-Play-offs verpasst.

"Die Defensive ist meine größte Stärke", sagt der Wiener über sich selbst. "Damit kann ich den meisten Einfluss aufs Spiel nehmen."

Pöltl will jetzt ein bis zwei Wochen „Urlaub genießen“ und sich „noch nicht wirklich viele Gedanken“ über seine sportliche Zukunft machen. Er sieht sich in der "Zuschauerrolle". Das Thema werde ohnedies „früh genug kommen“. Der 24-Jährige betonte an der Alten Donau, dass ihm Basketball in erster Linie „Spaß“ mache. Er wolle „gewinnen“ und sich „als Basketballer weiterentwickeln – das ist mein Fokus“. Natürlich wolle er dabei „für meine Leistung bezahlt werden“.

Die “Bubble“ sei „gewöhnungsbedürftig“, für ihn jedoch durchaus ein „Upgrade“ gewesen, so der Center. In den Monaten davor sei er – abgesehen vom Training – allein in seiner Wohnung gewesen. In Orlando habe er dann auch in der Freizeit seine Kollegen gehabt

„Wichtig“ sei gewesen, „dass die Rassismus-Debatte ein Thema bleibt“, sagte Pöltl weiter. „Wir hatten die Freiheit, unsere Meinung und Ziele zu präsentieren.“

Was die angelaufenen NBA-Play-offs angehe, sind für den Center „auf dem Papier immer noch die Lakers“ der Favorit. Freilich könne ohne Heimvorteil durchaus ein Team weit kommen, „mit dem niemand gerechnet hat“. In der „Bubble“ sei „alles enger zusammengerückt“.

Ernst Weiss

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Zahlen, Daten, Fakten …

16.08.2020 - … zur vierten NBA-Saison von Jakob Pöltl. Das Ende der Play-off-Serie der San Antonio Spurs nach 22 Jahren bedeutet für den Wiener, dass er die Postseason erstmals nur als Zuseher erlebt. Der 24-jährige Center hat in einem wegen der Corona-Pandemie ungewöhnlichen Spieljahr dennoch Duftmarken gesetzt.

In den acht Begegnungen in der „Bubble“ hat sich Pöltl statistisch gesehen besonders wohl gefühlt. Drei Mal standen zehn oder mehr Punkte bzw. zehn oder mehr Rebounds für ihn zu Buche, wobei „JP25“ zwei Mal doppelt zweistellig war. Insgesamt brachte er es auf vier „Double-Doubles“ in 66 Einsätzen (18 GS) im Spieljahr.

Bestwerte 2019/20

Meiste Spielzeit: 41:10 Min. vs Houston (Karrierehöchstwert) 

Meiste Punkte: 19 vs Utah (Saisonbestleistung)

Meiste Rebounds: 15 vs Houston (Karrierehöchstwert)

Meiste Blocks: 5 vs Houston (Karrierehöchstwert egalisiert)

Mit 17,7 Mpg erreichte Pöltl die zweitmeisten in vier NBA-Saisonen (2017/18: 18,6 Mpg). Zweitbester Wert waren auch 5,6 Ppg (2017/18: 6,9 Ppg). Bei Rpg (5,7), Apg (1,8), Stpg (0,6) und Bpg (1,4) verzeichnete der Center jeweils persönliche Bestleistungen. 46,5 Prozent von der Freiwurflinie bedeuteten andererseits seine bisher schlechteste Bilanz in der NBA.

Pöltl darf mittlerweile auf 279 Einsätze (46 GS) in der regulären Saison der stärksten Basketball-Liga der Welt zurückblicken. Er hat dabei 16,5 Mpg, 5,5 Ppg, 4,8 Rpg, je 1,0 Apg und Bpg sowie 0,4 Stpg zu Buche stehen. 

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NBA-Play-offs ohne San Antonio

14.08.2020 - Die Play-offs in der NBA gehen nach 22 Saisonen oder erstmals seit 1997 wieder ohne die San Antonio Spurs in Szene. Zum Abschluss der "Setzspiele" verlieren die Texaner vs Utah Jazz 112:118. Kleiner Trost: Auch ein Sieg hätte nicht gereicht, weil die Konkurrenten Portland Trail Blazers, Memphis Grizzlies und Phoenix Suns ebenfalls gewinnen.

Jakob Pöltl bilanziert im letzten Saisonspiel mit 10 Pts (5/6, 0/5)/5 Reb/3 Ass/1 St/2 BS/21:08 Min. Der Center steht in seiner vierten Saison in der NBA erstmals nicht in den Play-offs. Die Spurs hätten in der "Bubble" in Orlando mit fünf Siegen in acht Spielen"insgesamt eine gute Leistung" erbracht, so sein Kommentar.

Pöltl im Gespräch mit Talking-Heads

Wie resümierst du die Seeding Games aus Team- und persönlicher Sicht?
"Wir wussten, dass wir jedes Spiel mit hundert Prozent Energie und Willen angehen müssen, so als ob es unser letztes Spiel wäre. Entsprechend motiviert sind wir in die Serie gestartet, haben sehr gut begonnen und auch nach den Niederlagen gegen Philadelphia und die (Denver, Anm.) Nuggets die richtigen Antworten gefunden. Leider waren wir am Ende auch von der Konkurrenz abhängig, nachdem diese nichts anbrennen hat lassen, war die Sache schon vor unserer letzten Partie entschieden. Die Bilanz ist dennoch positiv, sowohl aus Sicht des Teams als auch aus persönlicher. Die neuen Line-ups haben sich erst einspielen müssen, dann aber sehr gut funktioniert, auch meine Rolle ist nach dem Ausfall von LaMarcus Aldridge und Trey Lyles größer geworden. Ich hatte anfangs mit Foulproblemen zu kämpfen, habe mir dadurch phasenweise schwer getan meinen Rhythmus zu finden. Aber ich habe mich besser und besser zurecht gefunden, versucht aggressiv in der Zone zu bleiben und an beiden Enden meine Leistung zu bringen. Das ist mir über weite Strecken sehr gut gelungen, alles in allem kann ich mit meiner Leistung sicherlich zufrieden sein.“

Wie geht es bei dir in den nächsten Tagen weiter, wie sieht der weitere Sommerfahrplan aus?
"Jetzt geht es erst einmal zurück nach San Antonio. Von dort hoffe ich sobald es geht nach Österreich zurück zu kommen. Wenn alles klappt, bin ich bereits Mitte kommender Woche in Wien, nach der langen Abschottung freue ich mich schon sehr meine Familie und Freunde wiederzusehen. Wie die weiteren Wochen und der Rest des Sommers im Detail aussehen, kann ich aktuell nicht sagen, ich hoffe aber, einen Großteil davon in Österreich verbringen zu können.“

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Jakob Pöltl wieder doppelt zweistellig

11.08.2020 - Jakob Pöltl begeht das 200. Duell der San Antonio Spurs mit den Houston Rockets (ohne James Harden, Anm.) standesgemäß mit einem Double-Double. 14 Pts (6/7, 2/3) und 12 Reb (3 OR) stehen beim 123:105 für den Wiener zu Buche. Das Play-off ist noch nicht abgehakt. Fremde Hilfe ist jedoch notwendig. 

Pöltl bilanziert in 27:39 Min Einsatzzeit auch mit 1 Ass/1 St/1 BS (gegen Russell Westbrook) und weist mit 25 die beste Plus/Minus-Bilanz auf. Am Freitag (0.30 MESZ) geht es im letzten "Setzspiel" ein weiteres Mal gegen Utah Jazz. Ein Sieg muss her. 

Das folgende Interview hat Talking-Heads geführt: 

Auch wenn James Harden gefehlt hat: Mit so einem klaren Sieg war wohl nicht zu rechnen? Was habt ihr so gut gemacht?
"Wir haben heute an beiden Enden sehr solide gespielt. Die Rockets spielen sehr unkonventionell mit meistens fünf kleinen Spielern auf dem Feld. Wir haben das gut ausgenützt, haben uns die Mismatches rausgesucht, sind gut zum Korb gezogen und haben dann auch Kick-outs für freie Dreier gefunden. Taktisch hat es heute also sehr gut geklappt.“

Du scheinst dich gegen kleine Lineups bzw. überhaupt gegen die Rockets recht wohl zu fühlen.
"Gegen Teams, die klein gegen uns spielen, versuche ich einfach, meine Stärken auszunützen. Ich versuche, effektiv am Rebound zu sein, in der Defense die Zone unter Kontrolle zu halten. Ich habe heute wieder gute Pässe von meinen Mitspielern bekommen und habe dann in der Zone finishen können.“

Das Motto für das letzte Seeding Game?
"Das Motto wird weiterhin Gas geben sein. Es liegt nicht nur in unserer Hand, wir werden ein bisschen Schützenhilfe brauchen, aber für uns heißt es einfach noch den letzten Sieg holen. Dann werden wir sehen, was dabei herauskommt. Wir werden alles geben, hoffentlich wird es reichen.“

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14 Rebounds von Jakob Pöltl

10.08.2020 - Die San Antonio Spurs sind nach einem 122:113 gegen die New Orleans Pelicans weiter im Play-off-Rennen der NBA.  Jakob Pöltl steuert zum vierten Sieg im sechsten Spiel in der "Bubble" in Orlando 4 Pts/14 Reb (5 OR)/1 Ass/2 St/22:27 Min bei.

Die Texaner (10.) rittern mit den Memphis Grizzlies (8.), Portland Trail Blazers (9.) und Phoenix Suns (11.) um einen Platz in der Postseason. New Orleans und die Sacramento Kings sind out. 

Jakob, bis auf das dritte Viertel war es eine sehr souveräne Leistung.
"Ja, wir haben heute eine sehr solide Partie gespielt. Im dritten Viertel haben wir leider ein bisschen nachgelassen, aber alles in allem können wir mit unserer Leistung sehr zufrieden sein. Vor allem damit, wie wir das Spiel am Ende des vierten Viertels gut nach Hause gebracht haben. Ich glaube, wir können uns über einen wichtigen Sieg über New Orleans freuen.“

Du hast Zion Williamson sehr gut kontrolliert. Bist du zufrieden?
"Ich war zufrieden mit meiner Leistung gegen Zion Williamson. Vor allem in der ersten Hälfte, fand ich, hatte ich ihn sehr gut unter Kontrolle. Ich bin dann durch ein paar unnötige Offensiv-Fouls leider in Foulprobleme geraten. Insgesamt kann das ganze Team mit der Defensivleistung sehr zufrieden sein.“

Worauf wird es im nächsten Spiel gegen Houston (Dienstag, 20.00 Uhr MESZ) ankommen?
"Die Rockets sind auf keinen Fall ein einfacher Gegner, spielen sehr unkonventionell mit vielen Guards am Feld. Sie werden undersized sein, dementsprechend wird es auf beiden Seiten komische Matchups geben. Es ist eine wichtige Partie für uns, wir werden uns voll reinhauen und hoffentlich können wir uns gegen die Rockets erneut einen Sieg holen.“

Interview: Talking-Heads

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07.08.2020 - Jakob Pöltl legt ein Double-Double auf (c) Repost San Antonio Spurs #jp25 #wholenewgame #basketballrotweissrot

Season-High und Double-Double von Jakob Pöltl

07.08.2020 - Jakob Pöltl hat beim 119:111 seiner San Antonio Spurs vs Utah Jazz ganz stark aufgezeigt. Der Center aus Wien verzeichnet 19 Pts (Season-High) und 10 Reb, womit er ein Double-Double anschreibt. Zudem bilanziert der 24-Jährige mit 2 Ass/3 BS/+17/30:58 Min.

Die Spurs bleiben mit dem dritten Sieg im fünften Spiel in der "Bubble" im Play-off-Rennen. Sie sind vorerst Zehnter der Western Conference. Als nächster Gegner warten am Sonntag (21.00 Uhr MESZ) die New Orleans Pelicans. 

Interview von Talking-Heads

Wie fällt deine Analyse aus? Trotz der Ausfälle waren die Jazz dank ihren Dreiern eine ziemliche Herausforderung?
"Utah hat heute ein gutes Spiel gespielt. Trotz ihrer vielen Ausfälle sind sie mit viel Energie ins Spiel gegangen, haben ihre Würfe getroffen, waren auf jeden Fall eine Challenge. Wir hatten das Spiel aber von Anfang bis Ende unter Kontrolle, auch wenn die Jazz es zum Ende noch etwas knapp gemacht haben. Wir wussten heute, was wir zu tun hatten und haben einen guten Job gemacht und den Sieg nach Hause gebracht.“

Du hast eine Top-Partie abgeliefert, warum ist es so gut gelaufen?
"Ich habe viele gute Pässe bekommen, das Pick-and-Roll hat sehr gut funktioniert. Die Verteidigung Utahs war eher auf unsere Shooter konzentriert, also war für mich viel Platz in der Zone und ich habe versucht, aggressiv zu spielen und diesen Platz so gut wie möglich zu nutzen.“

Wie schätzt du die Chancen auf Platz 8 oder 9 aktuell ein?
"Ich finde, wir sind voll dabei, unsere Chancen stehen ganz gut. Es wird jetzt auf die letzten Spiele ankommen, da kann noch einiges passieren. Wir haben jetzt ein wichtiges Spiel gegen die Pelicans, danach werden wir wieder mehr wissen. Wir müssen schauen, dass wir jedes Spiel gewinnen.“

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06.08.2020 - Jakob Pöltl ist beim 126:132 vs Denver Nuggets bester Rebounder der San Antonio Spurs (c) Ernst Weiss #jp25 #wholenewgame #basketballrotweissrot

Spurs verlieren gegen Denver

06.08.2020 - Für die San Antonio Spurs setzt es mit 126:132 vs Denver Nuggets die zweite Niederlage hintereinander in der "Bubble". Jakob Pöltl ist bei seinem 275. Einsatz in der regular season der NBA bester Rebounder der Texaner. Zudem: 2 Pts/1 Ass/26:24 Min. 

Auf 43 Punkte des Gegners im vierten Viertel haben die Spurs keine Antwort mehr. Im Schlussabschnitt hätten die "Würfe nicht mehr gepasst", so der heimische NBA-Pionier. 

Das Interview zum Spiel, aufgezeichnet von Talking-Heads: 

Jakob, das Spiel war wieder ein sehr enges, warum konnten die Nuggets im Schlussviertel die Kontrolle übernehmen?
"Stimmt, es war bis zum Ende ein sehr knappes Spiel. Wir haben es heute leider nicht geschafft den Rebound zu kontrollieren, im vierten Viertel haben dann im Gegensatz zu den Nuggets unsere Würfe nicht mehr gepasst. Das hat unterm Strich den Unterschied ausgemacht.“

Du hast gut verteidigt und gereboundet, gute Picks gesetzt. Woran hat es im Abschluss gehapert?
"Die Partie war an sich ganz solide, aber leider war im Abschluss heute nicht mein Tag. Ich habe meinen Rhythmus nicht gefunden, da erwarte ich mir sicherlich mehr von mir selbst.“

In der Tabelle ist weiterhin sehr eng. Jedes verbleibende Spiel ist praktisch wie ein Finale für euch, oder?
"Keine Frage wir müssen jedes Spiel mit hundert Prozent Energie und Willen angehen als ob es unser letztes Spiel wäre. Es ist so knapp, da darf man sich keine Ausrutscher erlauben. Hoffentlich können wir gleich im nächsten Spiel gegen Utah zeigen was in uns steckt und einen Sieg herausholen.“

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Erste Niederlage für Spurs in der "Bubble"

04.08.2020 - Mit einem 130:132 gegen die Philadelphia 76ers haben die San Antonio Spurs am Dienstag (MESZ) die erste Niederlage in der NBA-"Bubble" in Orlando erlitten. Für Jakob Pöltl standen je vier Zähler, Rebounds und Assists sowie je ein Steal und Block in 24:50 Minuten auf dem Parkett zu Buche. 

Die Texaner hatten im Schlussviertel einen 14-Punkte-Rückstand wettgemacht und waren bei noch 1:03 Minuten Restspielzeit 129:125 in Führung gegangen. Der dritte Sieg in Orlando schien zum Greifen nahe. Aber Shake Milton hatte etwas dagegen. Sein Distanztreffer bei noch sieben Sekunden Restspielzeit bedeutete das 131:130 für die 76ers. Danach setzte Pöltl einen Korbleger nur an den Ring. 

Sein Team habe sich für ein super Comeback "leider nicht mit einem Sieg belohnen" können, stellte der Wiener fest. Bereits am Mittwoch (22.00 Uhr MESZ) sind die Denver Nuggets der nächste Gegner, die gegen Oklahoma City Thunder 121:113 OT gewannen. Der serbische Center Nikola Jokic verbuchte dabei ein Triple-Double (30 Pts/12 Reb/10 Ass). 

Das folgende Interview hat Talking-Heads geführt:

Jakob, wie fällt dein Fazit nach dem nächsten Krimi aus?
"Alles in allem war es eine solide Leistung, leider mit einem bitteren Ende. Im Nachhinein gibt es natürlich einige Sachen, die man gerne besser gemacht hätte. Wir haben auf keinen Fall eine perfekte Partie gespielt, da waren schon noch viele Fehler dabei. Es tut halt weh, dass es am Ende so knapp gegen uns ausgegangen ist.“

Wie beurteilst du deine eigene Leistung? Ist das Hauptziel für die nächsten Spiele, Fouls zu vermeiden? "Natürlich ist es schwer, mit Fouls zu spielen. Ich habe das Gefühl, ich habe meinen Rhythmus bis zum letzten Viertel nicht gefunden. Dann ging es um einiges besser, aber ich muss einen Weg finden, die leichten, einfachen Fouls vor allem früh im Spiel zu vermeiden.“

Auch wenn die Niederlage bitter war, habt ihr erneut gezeigt, dass mit euch voll zu rechnen ist, oder?
"Ich würde sagen, wir sind trotzdem noch voll dabei. Ich mache mir da absolut keine Sorgen, was die zukünftigen Spiele angeht. Wir müssen aber von Anfang an mit der Intensität spielen, die wir im vierten Viertel gezeigt haben, und möglichst über die vollen 48 Minuten so eine Leistung bringen.“

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Zweiter Sieg für Pöltl und Spurs

03.08.2020 - Die San Antonio Spurs gewinnen auch ihr zweites Spiel nach dem Neustart. Zum 108:106 vs Memphis Grizzlies steuert Jakob Pöltl 6 Pts (3/3)/7 Reb (3 OR)/2 BS/20:55 Min bei und hat mit 25 die mit Abstand beste +/- Bilanz. Bei noch 2:56 Min auf der Uhr muss er nach seinem 6. PF vorzeitig vom Feld.

San Antonio liegt in dem "Schlagabtausch" (Pöltl) meist knapp voran, im Schlussviertel wächst der Vorsprung sogar auf 94:83. Memphis kommt im Finish zum 106:106, ehe DeMar DeRozan bei noch einer Sekunde Spielzeit von der Freiwurflinie den Endstand besorgt.

Die Spurs sind mit ihrem zweiten Sieg auf Platz neun im NBA-Westen vorgerückt. Aktuell wären sie somit im sogenannten Play-in gegen den Achten (weiterhin Memphis). Bereits am Dienstag (2.00 Uhr MESZ) geht es vs Philadelphia 76ers.

Das folgende Interview hat Talking-Heads, das Pressemanagement des Wieners, geführt:

Jakob, es war wieder ein Wahnsinns-Krimi, wie hast du den Spielverlauf erlebt?
"Das Spiel war ein Schlagabtausch, ich hatte das Gefühl, es ging die ganze Zeit hin und her. Ich finde trotzdem, dass wir das Spiel die meiste Zeit unter Kontrolle hatten. Das Ende war ein bisschen dramatischer, als wir uns das vorgestellt hatten, aber wir haben es doch noch solide nach Hause gebracht und sind froh über den Sieg.“

Du hast eigentlich super gespielt, wären da nicht die Fouls gewesen.
"Ja, es war schwer heute zu spielen. Ich hatte das Gefühl, dass ich mir eigentlich ganz gutgetan habe, wenn ich gespielt habe, aber es war durch die ständigen Foulpfiffe sehr schwer, in einen Rhythmus zu kommen. Es ist ein bisschen ärgerlich, macht aber nichts, da wir mit dem Sieg davongekommen sind, also bin ich trotzdem ganz zufrieden.“

Nach nur zwei Spielen steht ihr schon auf dem Play-in-Platz, etwas unerwartet?
"Ich würde eigentlich nicht sagen, dass es nicht zu erwarten war. Wir wussten, dass es eine Challenge wird, aber es waren zwei Spiele, bei denen wir von Anfang an wussten, dass wir sie gewinnen müssen, wenn wir eine Chance haben wollen. Das haben wir bis jetzt geschafft und jetzt kommen noch einige mehr Challenges auf uns zu. Die Arbeit ist auf keinen Fall getan, morgen geht es gleich gegen Philadelphia, ein sehr starkes Team aus dem Osten, weiter. Wir schauen, dass wir da wieder performen.“

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Auftaktsieg für Pöltl und Spurs

01.08.2020 - Die San Antonio Spurs gewinnen ihr Auftaktspiel beim NBA-Neustart gegen die Sacramento Kings mit 129:120. Jakob Pöltl steht wie in den drei Testspielen in der Startformation.

Der Wiener bilanziert in 31:49 Min mit 7 Pts/6 Reb (4 OR)/3 Ass/2 St/2 BS. Topscorer der Texaner sind DeMar DeRozan (27, zudem 10 Ass) und Derrick White (26, zudem 8 Reb). Am Sonntag (22.00 Uhr MESZ) geht es gegen die Memphis Grizzlies. 

Talking-Heads-Interview nach dem Erfolg gegen die Kings:

Jakob, ein unglaubliches Spiel, warum habt ihr schließlich den Sieg davontragen können?
"Ja, es war ein sehr schöner Sieg für uns. Wir haben am Ende des Spiels unsere Stärken ausgenützt, unsere Würfe getroffen und generell über weite Strecken des Spiels offensiv sehr gut zusammengespielt.“

Wie resümierst du deine eigene Leistung?
"Ich bin mit meiner Leistung ganz zufrieden. Ein paar vergebene Abschlüsse tun ein bisschen weh, aber vor allem defensiv bin ich sehr zufrieden. Ich habe versucht, mich im Zusammenspiel gut einzufügen und überall auf dem Feld aktiv zu sein. Ich denke, das ist mir ganz gut gelungen.“

Was bedeuten die ersten Ergebnisse in Hinblick auf eure Ausgangsposition? "Es war ein cooler erster Win, ein wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. Es war aber erst ein Spiel und wir müssen auf jeden Fall so weiterspielen und weiterhin Ergebnisse bringen, wenn wir eine Chance auf einen Play-off-Platz haben wollen. Es ist natürlich gut, den ersten Schritt zu machen und mit einem Sieg zu starten.“

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Jakob Pöltl ist optimistisch

27.07.2020 - Obwohl die San Antonio Spurs ihre ersten beiden von drei Scrimmages gegen die Milwaukee Bucks und die Brooklyn Nets verloren haben, blickt Jakob Pöltl dem NBA-Neustart weiter optimistisch entgegen. Gegen die Nets hat der 24-jährige Wiener mit einem Double-Double überzeugt.

Das folgende Interview hat das Medienmanagement Talking-Heads des Centers aufgezeichnet:

Jakob, wie fällt dein Fazit nach den ersten beiden Testspielen aus?

"Alles in allem ganz gut. Es ist ganz klar, in welchen Bereichen wir uns noch verbessern müssen. Man sieht deutlich, dass wir uns mit den neuen Line-ups noch einspielen müssen. Da fehlt einfach noch die Chemie, daher kommt es zu ungewohnt vielen Ballverlusten. Der Einsatz ist da, offensiv tun wir uns bis auf die Turnovers gut. Defensiv ist natürlich noch Verbesserungspotenzial vorhanden."

Du sprichst die nach den Ausfällen von LaNarcus Aldridge und Trey Lyles veränderte Startaufstellung an. Neben dir begannen in den beiden Matches jeweils Derrick White, Dejounte Murray, Lonnie Walker und DeMar DeRozan - Letzterer auf der ungewohnten Power-Forward-Position. Daneben stehen mit Keldon Johnson und Drew Eubanks zwei Junge neu in der Rotation.

"Ich kann mir vorstellen, dass die Starting Five auch in Zukunft so bleiben wird, natürlich auch abhängig vom Gegner. Bis auf verständliche Abstimmungsprobleme sieht es meiner Meinung nach ganz gut aus. DeMar hat noch nicht gezeigt, was er draufhat, aber um ihn braucht man sich in seiner elften Saison keine Sorgen machen. Die Jungen haben vor allem gegen die Nets super gespielt, sie bringen genau das, was man von ihnen erwartet, vor allem viel Energie. Wenn sie so weitermachen, werden sie uns auch wenn es zählt helfen können."

Wie läuft es für dich persönlich? Wie fühlt es sich an, in kleinen, leeren Hallen zu spielen?

"Ich bin fürs Erste ganz zufrieden. Ich fühle mich wohl, bin aber noch nicht ganz da, wo ich im März aufgehört habe. Auch die Rolle in der Starting Five passt gut. Die Atmosphäre in der Halle ist ganz anders als im Normalfall, vergleichbar wie bei einem Trainingsspiel. Auf mich hat das aber keine großen Auswirkungen: Ich gebe auch in einem Trainingsspiel hundert Prozent, die Motivation ist gleich groß, ich finde mich diesbezüglich gut zurecht."

Das klare Ziel bleiben trotz der Ausfälle und der Testspielniederlagen die Play-Offs?

"Natürlich! Es wird auf jeden Fall eine harte Challenge, aber die Fehler, die wir in den beiden Tests gemacht haben, sind durchaus ausmerzbar. Das Verbesserungspotenzial ist groß und wir haben das Zeug dazu, zumindest auf dem neunten Platz zu landen und es in das Play-in zu schaffen."

Deine Leistungen in Florida könnten Auswirkungen auf die Free Agency haben. 

"Die Free Agency ist natürlich im Hinterkopf, aber der Fokus liegt ganz klar hier beim Training und den Spielen. Ich freue mich, dass es weitergeht und auf die Chance, mich zu beweisen. Der Rest wird sich dann im Oktober und November klären."

Modus für den NBA-Neustart (acht Begegnungen pro Team): Falls der Achtplatzierte einer Conference in der Endtabelle vier oder weniger Spiele Vorsprung auf den Neuntplatzierten hat, kommt es zu einem Play-in zwischen den beiden Teams. Der Neunte muss zwei Spiele gewinnen, um in die Play-Offs einzuziehen, dem Achten reicht ein Sieg. Hat der Achtplatzierte mehr als vier Spiele Vorsprung auf den Neunten, entfällt das Play-in und der Achte ist wie in einer normalen Saison direkt für die Play-Offs qualifiziert. 

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20.07.2020 - "Wir haben das klare Ziel Play-Offs vor Augen", sagt Jakob Pöltl (c) Ernst Weiss #jp25 #basketballrotweissrot

Jakob Pöltl rechnet mit mehr Spielzeit und macht sich "positiven Druck"

20.07.2020 - Jakob Pöltl und die San Antonio Spurs befinden sich wie 21 weitere NBA-Teams in der abgeschotteten Welt des Walt Disney World Resort nahe Orlando. Der Wiener berichtet von der besonderen Situation in der "Bubble" (Blase) im flächenmäßig größten Freizeitkomplex der Welt und den Vorbereitungen auf die Wiederaufnahme der Meisterschaft. Am Donnerstag steht das erste von drei Testspielen auf dem Programm.

Das Gespräch wurde von Talking-Heads aufgezeichnet:

Jakob, seit über einer Woche bist du nun in der Bubble in Florida, wie ergeht es dir dort?
Das Leben in der Bubble ist relativ simpel. Ich verbringe die meiste Zeit im Training oder im Hotelzimmer. Es gibt trotzdem genug Gelegenheiten, um mich mit den Teamkollegen zu treffen, zum Beispiel zum Essen. Wir können Tischtennis spielen, hatten am Samstag sogar ein Turnier, es kommt also genug Abwechslung und Spaß rein. Ich habe mich gut eingelebt, der Fokus liegt aber natürlich ganz klar auf dem Training.

Welche Einschränkungen gelten? Wie kommt ihr zum Training?
Wir dürfen uns zurzeit nur in unserem Hotelbereich aufhalten, in dem auch noch ein paar andere Teams untergebracht sind. Der Bereich ist groß, innerhalb davon könnten wir uns beispielsweise sogar ein Boot mieten. Wir werden jeden Tag getestet, es gelten Maskenpflicht und Abstandsregeln. Das gesamte Areal ist riesig, es gibt mehrere Trainingshallen. Wir sind mit dem Teambus immer rund zehn Minuten zum Training unterwegs, auch die anderen Hotels wären zu Fuß relativ weit entfernt.

Wie läuft das Training?
Das Training läuft eigentlich sehr gut. Wir konzentrieren uns derzeit auf das 5-gegen-5, nachdem wir so lange keine Match-Situationen trainieren konnten. Es fühlt sich immer noch ein bisschen komisch an, keine Frage. Der Einstieg ins Mannschaftstraining ist nicht leichtgefallen, war eher holprig, obwohl wir konditionell gut vorbereitet waren. Ich glaube nicht, dass wir schon zu 100 Prozent zurück sind. Wir müssen unsere Teamchemie wieder antrainieren und uns gegenseitig bzw. jeder sich individuell wieder an das Kontakt-Basketball gewöhnen. Das dauert, aber es schaut von Training zu Training besser aus und ich bin zuversichtlich, dass wir zu alter Stärke zurückfinden.

Ist das Training vergleichbar mit einer normalen Preseason?
Ja, jedenfalls vom Rhythmus her. Wir trainieren üblicherweise drei bis vier Tage in Folge und haben dann einen Tag frei. Wir haben meist ein dreistündiges Fenster, können daher nach dem Teamtraining auch noch freiwillig werfen. Es ist recht intensiv, aber nicht übertrieben.

Neben LaMarcus Aldridge ist mit Trey Lyles ein zweiter wichtiger großer Spieler ausgefallen. Damit wird deine Rolle noch wichtiger. Ist das eher eine Chance oder Druck für dich?
Ja leider, der zusätzliche Ausfall von Trey kam sehr überraschend. Ich rechne natürlich mit mehr Spielzeit als in der regulären Saison. Druck mache ich mir nur selbst, aber positiven Druck.

Haben die Ausfälle das Team entmutigt?
Die Verpflichtung von Tyler Zeller vor dem Re-Start scheint sich jedenfalls schon bezahlt gemacht zu haben. Nein, entmutigt sind wir überhaupt nicht. Natürlich beeinflusst es unsere Chancen negativ, wenn zwei Starter fehlen, aber jeder macht weiter und wir haben weiterhin das klare Ziel Play-Offs vor den Augen. Ja, es ist gut, mit Tyler einen weiteren Großen dabei zu haben, allein jetzt im Training hilft es schon. Wie seine Rolle in den Spielen ist, wird man sehen.

Welche Erwartungen hast du an die drei Testspiele?
Für alle Teams ist es wichtig, endlich wieder ein echtes Spiel mit normalen Rotationen zu haben. Es geht ums Reinkommen, um ein Herantasten und darum, sich in kurzer Zeit möglichst stark zu verbessern.

Testspiele der Spurs (alle Zeiten MESZ) Do., 23.7., 21.00, vs Milwaukee Bucks (4x10 Minuten)
Sa., 25.7., 22.30, vs Brooklyn Nets Di., 28.7., 22.00, vs Indiana Pacers

Erstes reguläres Spiel im NBA-Turnier Sa., 1.8., 2.00 MESZ, vs Sacramento Kings

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28.06.2020 - Jakob Pöltl und Kollegen kennen ihren Spielplan bei der Wiederaufnahme der NBA-Saison (c) Ernst Weiss #jp25 #basketballrotweissrot

Spurs starten gegen Sacramento ins NBA-Turnier

28.06.2020 - Die San Antonio Spurs und Jakob Pöltl, der mit Tyler Zeller neue Konkurrenz auf der Center-Position erhält, starten vs Sacramento Kings in das NBA-Turnier in Orlando. Acht Spiele stehen vor den Play-offs auf dem Programm. Die Texaner wollen zum 23. Mal in Serie die Postseason erreichen, was Rekord wäre.

Wir haben den Spielplan der Spurs für Euch (alle Zeitangaben MESZ):

1.8., 2.00 vs Sacramento Kings
2.8.,  22.00 at Memphis Grizzlies
4.8., 2.00 at Philadelphia 76ers
5.8., 22.00 vs Denver Nuggets
7.8., 19.00 vs Utah Jazz
9.8., 21.00 at New Orleans Pelicans
11.8., 20.00 vs Houston Rockets
13./14.8., TBD at Utah Jazz

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Rückkehr ins Balltraining für Jakob Pöltl

07.06.2020 - Jakob Pöltl kann ab Wochenbeginn nach über drei Monaten Pause wieder mit dem Ball trainieren, wenn auch noch stark eingeschränkt. Am 30. Juni wird das Teamtraining bei den San Antonio Spurs wieder aufgenommen, ehe es am 7. Juli nach Orlando geht. In Disney World soll die NBA-Saison am 31. Juli mit verändertem Modus fortgesetzt werden. Pöltl ist nach der längsten ballfreien Zeit seiner Karriere froh, dass es nach den Monaten der Ungewissheit wieder einen konkreten Plan gibt. Stark getrübt wird die Vorfreude von den Rassismus-Problemen in den USA.

Das Gespräch hat Talking-Heads, die Medienagentur des NBA-Profis, aufgezeichnet:

Jakob, Ende Juli soll die NBA-Saison fortgesetzt werden. Was hältst du davon, dass die teilnehmenden 22 Teams im Walt Disney Resort bei Orlando zusammengezogen werden?

Es ist sicher eine komische Situation. Es wird von den genauen Regeln abhängen, wie frei man sich bewegen können wird. Wenn man das Hotel nur zum Trainieren, Spielen und Essen verlassen könnte, wäre das natürlich schon zach – vor allem für die Teams, die in die Finals kommen und bis Oktober spielen. Man kann aber darauf hoffen, dass sich die Lage im Laufe der Monate ohnehin entschärft und die Maßnahmen aufgelockert werden. Optimale Voraussetzungen bietet so ein Turnier sicher nicht, aber es wird das Beste aus der Situation gemacht.

Was sagst du zum Modus und vor allem dazu, dass acht Teams gar nicht mit von der Partie sind?

Ich habe mitbekommen, dass die Diskussionen über den Modus ziemlich kompliziert verlaufen sind und ewig lange gedauert haben. Ich verstehe jedenfalls, dass sich Teams wie Golden State, die keine Chance mehr auf die Playoffs gehabt hätten, lieber bereits auf die nächste Saison fokussieren. Durch das Fehlen dieser acht, laut Tabelle schwächsten Teams trifft man nun im Schnitt auf deutlich stärkere Gegner.

Wie beurteilst du den Modus aus Sicht der Spurs?

Für uns ist er nicht so schlecht, da wir eine realistische Chance auf die Play-offs haben. Vier Siege in acht Spielen auf den achten Platz wettzumachen, ist zwar sehr schwierig, aber durch die Einführung des „Play-in“ müssen wir nur Neunter werden und das ist mehr als machbar.

Die Saison wird voraussichtlich bis in den Oktober hinein dauern, die neue Spielzeit nur sieben bis acht Wochen nach dem letzten Finalspiel beginnen.

Für mich ist es nicht unbedingt angenehm, dass sich meine erste Free Agency nach hinten schiebt und so kurz vor der nächsten Saison stattfinden wird. Die Verhandlungen werden sicher anders laufen als in einem normalen Jahr. Ich war aber im Kopf immer bei der aktuellen Saison und es ist gut, dass es jetzt zumindest dafür Antworten auf die offen gewesenen Fragen gibt.

Ab nächster Woche darfst du endlich wieder in die Halle. Wie werden sich die Trainings gestalten?

Die Trainings sind freiwillig, wobei meines Wissens alle Spieler, die in San Antonio sind, die Möglichkeit nützen werden. Für jeden Spieler gibt es drei Mal pro Woche einen Slot von 45 Minuten on court und 30 Minuten in der Kraftkammer, ich werde beides machen. Die Spieler sind in Montag-Mittwoch-Freitag oder Dienstag-Donnerstag-Samstag gestaffelt und auch innerhalb der Tage aufgeteilt.

Du hast über drei Monate lang nicht mit dem Ball trainiert - sicher die längste Pause, seit du mit dem Basketballspielen begonnen hast.

Ja, das ist auf jeden Fall eine ungewohnte Situation, nach drei Monaten zu Hause, ohne zu wissen wie es weitergeht. Ich freue mich sehr auf das Training, auch weil es wieder ein konkretes Ziel gibt, auf das man hinarbeitet.

In den USA ist das Thema Rassismus akut. Was sind deine allgemeinen Gedanken dazu?

Es ist eigentlich ein Wahnsinn, was hier abgeht. In den sozialen Medien erfährt man viel Negatives darüber, wie die Regierung und die Polizei mit der Thematik umgehen. Es wirkt mehr wie ein Kampf, als ein Bemühen, sich der Problematik anzunehmen. Für viele Leute scheinen die Proteste ein größeres Problem zu sein als der Rassismus selbst. Es ist eigenartig und bedrückend, das als quasi Außenstehender zu beobachten. Der Wunsch nach Veränderungen ist von vielen Seiten groß, aber es wirkt nicht so, als würde sich dieser Wunsch so leicht durchsetzen. In vielen Bereichen der Gesellschaft ist das Bewusstsein für die Problematik überhaupt nicht vorhanden. Für Menschen, die in so einem Umfeld aufwachsen und leben, ist die systematische Benachteiligung von Nicht-Weißen „normal“ oder wird nicht als solche wahrgenommen. Ich hoffe, dass man Wege findet, die junge Generation besser zu bilden und sensibilisieren.  

NBA setzt Saison fort

05.06.2020 - Die NBA nimmt einen Re-Start der Saison 2019/20 vor. Die Überwiegende Mehrheit der Teambesitzer (angeblich 29 von 30) hat sich darauf verständigt. 

Gespielt werden soll ab 31. Juli in Disney World in Orlando und damit quasi unter Quarantäne. 22 der insgesamt 30 Teams sollen dabei sein - 13 aus der Western Conference, unter ihnen die San Antonio Spurs mit dem heimischen NBA-Pionier Jakob Pöltl, und neun aus der Eastern Conference. Es handelt sich dabei um die jeweiligen Top 8 und jene Clubs auf den Plätzen, die noch Chancen auf den Play-off-Einzug haben. 

Die Spurs (27-36) lagen zum Zeitpunkt der Unterbrechung des Spieljahres wegen Covid-19 vor fast drei Monaten auf Rang zwölf im Westen. Die Memphis Grizzlies (32-33) nahmen den letzten Play-off-Platz ein. 

Acht Begegnungen sollen pro Team vor der Postseason bestritten werden. Die Spurs sind Außenseiter in Orlando. 

EW

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Weiter kein Training in der Halle für Jakob Pöltl

Jakob Pöltl wartet in San Antonio auf Entscheidungen der NBA und der San Antonio Spurs, wann und ob die wegen Covid-19 unterbrochene Saison fortgesetzt werden kann. Ein Training in der Halle ist für den 24-Jährigen weiterhin nicht möglich.

Das folgende Interview hat Talking-Heads aufgezeichnet:

Jakob, was hat sich in den letzten Wochen bei dir getan?

"Nicht viel! Mein Tagesablauf sieht noch immer so aus wie vor einem Monat: Daheim trainieren, mit Freunden und Familie online Kontakt haben und Playstation spielen. Wir hatten zuletzt eine Video-Konferenz mit den Spurs und einen Conference Call von der NBA – großartige Neuigkeiten kamen auch von da nicht."

Du verbringst nun schon geraume Zeit allein, wie geht es dir damit?

"Das ist natürlich nicht optimal, aber ich bin das Alleinsein einigermaßen gewohnt und kann ganz gut damit umgehen."

Manche NBA-Teams haben ihre Trainingshallen bereits geöffnet, die Spurs nicht.

"Sie wollen das noch nicht machen, weil es noch immer nicht viele Tests gibt und sie sich quasi nicht in der Schlange vordrängen wollen, solange es nicht Tests für alle gibt. Es wurde aber schon ein ziemlich genaues Protokoll für den Zeitpunkt ausgearbeitet, an dem aufgesperrt wird. Zu keinem Zeitpunkt würden sich dann mehr als zwei Spieler in der Facility aufhalten, man wird mit Maske ankommen, auf Fieber und Symptome geprüft werden. Man würde mit Ball kommen und wieder gehen, es gäbe kein Duschen, nur ein Trainer wäre anwesend und zwischen den Einheiten soll alles desinfiziert werden."

Falls bald aufgesperrt wird, wären Trainings in der Halle dann verpflichtend?

"Die Trainings wären zunächst zu 100 Prozent freiwillig. Es gibt noch keinen Plan, wann ein gemeinsames Training wieder losgehen würde. Ich müsste mich derzeit ja auch gar nicht in San Antonio aufhalten."

Welche Infos kamen von der NBA?

"Es wurde auch dort von völliger Freiwilligkeit gesprochen, von den Klubs soll kein Druck ausgeübt werden. Die Öffnung der Hallen soll zunächst dazu dienen, den Spielern die Möglichkeit zu geben, wieder mit dem Ball zu trainieren und sich zu bewegen. Bezüglich der Fortsetzung der Saison konnte die NBA uns noch nichts Konkretes sagen. Es gibt einige Optionen, die öffentlich ohnehin bekannt sind. Sollte es weitergehen, würde man wahrscheinlich alle Teams an eine oder zwei Locations zusammenziehen, herumreisen ist unrealistisch. Commissioner Adam Silver hat gemeint, dass sich eine Entscheidung, wie es weitergeht, noch hinziehen kann. Die NBA will zuerst auch andere Ligen, die früher beginnen, beobachten. Es wurde da auch die deutsche Fußball-Bundesliga genannt."

Man hört von Sportklubs, die sich um die Gesundheit ihrer Athleten sorgen. Nicht nur wegen des Virus selbst, sondern weil die Spieler nicht in der Kürze in eine Form kommen könnten, um für einen komprimierten Spielbetrieb sofort gerüstet zu sein.

"Das ist verständlich, die Verletzungsgefahr wäre wohl größer als in einer normalen Saison. Nicht jeder hat die besten Voraussetzungen, um sich abseits eines Teamtrainings richtig fit zu halten. Auch in der NBA sehe ich verschiedene Tendenzen: Spieler von Teams, die kaum Chancen auf die Playoffs haben, fragen sich, warum sie etwas riskieren und füSpiele trainieren sollen. Die Leute mit Chancen auf den Titel wollen die Saison natürlich eher fertigspielen."

Wie stehst du persönlich dazu?

"Ich bin da etwas im Zwiespalt. Einerseits würde es mich freuen, nach der Knieverletzung wieder Basketball spielen zu können und sei es nur für ein paar Spiele. Andererseits frage ich mich auch, wie sinnvoll es wäre, gerade nach der Verletzung für einige wenige Spiele hochzutrainieren und ob nicht eine reguläre Vorbereitung zum Wiedereinstieg besser wäre."

Die USA werden von der Krise hart getroffen, die politischen Maßnahmen stark kritisiert. Wie nimmst du das wahr?

"Ich habe Hausverstand und bilde mir natürlich meine Meinung, aber wie die meisten Menschen habe ich keinen fundierten Einblick in die Materie, daher will ich mir nicht anmaßen groß mitzureden."

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Heimtraining in San Antonio

09.04.2020 - Jakob Pöltl weiß wie alle NBA-Spieler nicht, wann, wie und ob die unterbrochene Saison fortgesetzt werden kann. Eine Entscheidung darüber wird frühestens Anfang Mai fallen. Der Wiener trainiert in seinen eigenen vier Wänden in San Antonio. Die Heilung seines verletzten Knies macht Fortschritte.   

Jakob, wie gehst du mit der aktuellen Situation um, wie sieht dein Tagesablauf aus?

"Ich bin prinzipiell den ganzen Tag zu Hause, es ist natürlich etwas eintönig, jeder Tag verläuft ziemlich gleich. Neben dem Trainingsprogramm, das ich abspule, spiele ich Playstation und rufe Freunde an. Unsere diversen WhatsApp- und Skype-Gruppen werden derzeit sehr lebhaft genützt, der Großteil des Freundeskreises sitzt ja auch daheim und hat dementsprechend viel Zeit. Ich bin mit vielen Freunden und Teamkollegen in Kontakt, am intensivsten mit den Österreichern und den Leuten aus College-Zeiten."

Wie und was trainierst du?

"Ich habe ein Kraft- und Ausdauer-Programm, das das gesamte Team absolviert, dazu spezielle Übungen für mein Knie. Wir haben von den Spurs ja einiges an Equipment geliefert bekommen: Gewichte, Bänder, ein stationäres Fahrrad. Mit dem Ball trainieren eigentlich nur diejenigen, die ein Haus mit Garten und Korb zur Verfügung haben. Vom Club wurde uns diesbezüglich empfohlen, zu Hause zu bleiben, da wir dann ohnehin genug Zeit für Training mit dem Ball zur Verfügung haben werden, bevor es mit den Spielen wieder losgeht. Natürlich ist es vom Kopf her nicht so einfach, weil man nicht weiß, wann es wieder losgeht und auf welchen Zeitpunkt man hintrainiert."

Wie oft bist du mit den Spurs in Kontakt?

"Sehr oft. Zu Beginn hat von der medizinischen und Athletik-Abteilung jeden Tag jemand angerufen und sich erkundigt, wie es läuft. Auch Coach Popovich hat vor ein paar Tagen kurz angerufen und nachgefragt. Wir hatten zudem eine Video-Konferenz mit dem gesamten Team. Wir bekommen vom Club immer wieder Updates von der NBA weitergeleitet, die Informationen von der Liga halten sich aber in Grenzen."

Wie geht es dem angeschlagenen Knie?

"Ich mache schon Übungen mit Richtungswechseln und explosive Sachen, das geht alles schon problemlos. Nur wenn ich es extrem abbiege, spüre ich etwas. Die Leute vom Verein sagen mir, dass ich gute Fortschritte mache und dass ich mir Zeit lassen soll. Ich habe zwar mit Knieverletzungen keine Erfahrungen, aber ich gehe davon aus, dass ich keine Probleme mehr haben werde, wenn die Saison fortgesetzt wird."

Wie sieht es auf San Antonios Straßen aus, gehst du selbst gar nicht raus?

"Ich bestelle mir Essen und hole es manchmal zu Fuß oder mit dem Auto ab, aber sonst bin ich immer zu Hause. Es sind schon noch genug Menschen unterwegs, vor allem in den Parks und Grünanlagen, aber deutlich weniger als zu normalen Zeiten. Natürlich macht man sich auch hier Sorgen, aber man kann die Lage nicht mit der in New York vergleichen, San Antonio ist sehr weitläufig. Texas ist vom Virus bislang relativ verschont geblieben, San Antonio sowieso."

Was hältst du von den Überlegungen, alle Teams an einem Ort wie zum Beispiel Las Vegas zusammenzuziehen und die Meisterschaft ohne Zuschauer fortzusetzen?

"Das wäre logischerweise nicht optimal, aber die Bedingungen wären für alle gleich. Ich bin grundsätzlich überhaupt kein Fan von Geisterspielen, aber wenn es die einzige Lösung ist, okay. Dann kann man den Leutenwenigstens etwas Unterhaltung nach Hause liefern. Ich würde die Saison natürlich gerne fertigspielen, aber man macht sich schon auch Sorgen. Basketball ist ein Kontaktsport und wenn einer das Virus hat, haben es in kurzer Zeit viele."

Für dich macht es die bevorstehende Free Agency nicht leichter.

"Klar hätte ich gerne einen normalen Sommer gehabt, auch wegen der Free Agency, die nun wohl verkürzt werden wird. Diese Ungewissheit, wie es weitergehen wird, ist für Free Agents noch einmal etwas stärker ausgeprägt. Zumindest haben wir zuletzt die Information bekommen, dass die nächste Saison von der jetzigen unbeeinflusst pünktlich beginnen soll."

Das Coronavirus verhindert auch die zweite Auflage des Jakob Pöltl Basketball Camps in Kooperation mit den Vienna D.C. Timberwolves im Juni?

"Ja, das war leider absehbar und ist sehr schade, weil es im ersten Jahr so ein Erfolg war und es super gewesen wäre, daran gleich anzuknüpfen. Vorläufig ist für das heurige Jahr kein Camp geplant."

Interview: Talking-Heads 

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Der Sport spielt aktuell keine Rolle

Die NBA-Saison wurde in der Nacht auf Donnerstag als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie für "mindestens 30 Tage" (Commissioner Adam Silver) unterbrochen. Auch ein vorzeitiges Ende ist möglich. Talking-Heads hat mit Jakob Pöltl gesprochen.

Das Coronavirus hat (auch) die NBA lahmgelegt. Wie hast du die Entwicklungen wahrgenommen?

"Die Situation hat sich gestern schlagartig geändert. Zuvor war es bei uns kein großes Thema, aber als mit Rudy Gobert der erste Spieler positiv getestet wurde, hat sich der Spieß von einem Moment auf den anderen komplett umgedreht, die ganze Liga wurde umgehend informiert. Das Aussetzen der Spiele ist natürlich verständlich. Im Basketball gibt es sehr viel Kontakt, die Hände sind involviert, das Risiko von Übertragungen ist hoch."

Davor wurde die Problematik noch nicht ernst genommen?

"Es gab sehr wohl Meetings, in denen wir zur Vorsicht gemahnt wurden, aber auf die täglichen Abläufe hatte es noch keinen Einfluss."

Wie kann man sich deine persönliche Situation vorstellen?

"Auch die Trainings wurden vorübergehend abgesagt. Ich muss zwar nicht den ganzen Tag zwingend zu Hause bleiben, aber wir haben am Donnerstag die Information bekommen, dass die Trainingshalle geschlossen ist, man öffentliche Orte eher meiden und sich sofort melden soll, wenn man das Gefühl hat, krank zu sein."

Du bist wegen deiner Knie-Verletzung sowieso noch eingeschränkt.

"Ja, ich ziehe mein Recovery-Programm jetzt eben so gut es geht zu Hause durch. Dem Knie geht es schon deutlich besser, im letzten Training habe ich begonnen zu joggen und einige spezielle Übungen gemacht. Trotz der guten Fortschritte würde es sicher noch ein bis zwei Wochen dauern, bis ich wieder spielen könnte. Aber das ist im Augenblick ohnehin kein Thema. Der Sport spielt aktuell keine Rolle, es gibt wesentlich Wichtigeres. Ich hoffe, die Leute sind vorsichtig, bleiben vernünftig und vor allem gesund."

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01.03.2020 - Erste längere Zwangspause für Jakob Pöltl in der NBA. Der Center hat eine Seitenbandzerrung im rechten Knie erlitten. Er fällt zwei bis vier Wochen aus. „Knieverletzungen können sehr mühsam sein, so gesehen bin ich froh, dass nicht mehr passiert ist“, sagte Pöltl. „Ärgerlich ist die Sache aber natürlich trotzdem. Wir befinden uns in einer sehr wichtigen Phase, da ist jede versäumte Partie doppelt bitter. Ich hoffe, dass es so rasch wie möglich mit dem Comeback klappt.“ (c) Ernst Weiss #jp25 #nba #basketballrotweissrot

13.02.2020 - Jakob Pöltl bleibt trotz des Rückstands der San Antonio Spurs auf die Play-off-Plätze zuversichtlich (c) Ernst Weiss #jp25 #nba #firstaustrian #basketballrotweissrot

Jakob Pöltl zeigt Zuversicht und drückt Daumen

Jakob Pöltl bleibt für den weiteren Saisonverlauf in der NBA zuversichtlich.  Dem Nationalteam drückt er kommende Woche die Daumen.

Das nachfolgende Interview hat Talking-Heads aufgezeichnet:

Jakob, die Tabelle der Western Conference sieht vor der All-Star-Pause nicht rosig aus: Die Spurs halten bei einer 23:31-Bilanz, auf einen Play-off-Platz habt ihr derzeit fünf Siege Rückstand. Glaubt ihr noch immer an die Playoffs?

"Der Optimismus ist unverändert da. Allerdings haben wir uns in eine Situation gebracht, in der wir nun die Saison praktisch perfekt fertigspielen müssen und auch etwasauf fremde Hilfe angewiesen sind. Wir benötigen einen ordentlichen Run und Memphis wird ein bisschen was verlieren müssen."

Wie analysierst du die letzten Spiele?

"Wir haben es mit Ausnahme des Sieges in Oklahoma City nicht geschafft, die Spiele zu Ende zu spielen. Wir waren meistens eine Zeitlang solide, haben die Matches wie zum Beispiel gegen die Lakers oder die Kings aber durch schwache Phasen hergegeben. Das ist bitter, aber in dieser Liga musst du die Leistung über 48 Minuten bringen. Leider haben wir mit diesem Problem schon die gesamte Saison lang zu kämpfen."

Wie ist die Situation für dich persönlich? Haben die Niederlagenserie oder die zuletzt wieder etwas gesunkene Einsatzzeit Spuren hinterlassen?

"Frustrierend ist es auf jeden Fall, die vergangene Woche ist nicht super verlaufen. Aber im Endeffekt denke ich mir: Was soll’s? Ich muss weiterspielen und mich auf das nächste Spiel vorbereiten, um da die bestmögliche Leistung zu bringen. Es ist ja nicht das erste Mal in meiner NBA-Karriere, dass nicht alles perfekt läuft. In der NBA geht es durch den dichten Spielplan oft schnell, vor dem Rodeo-Trip hatte ich eine sehr gute Phase. Darum nehme ich die Situation nicht so schwer."

Die Trade-Deadline ging ohne Deal der Spurs vorbei, hat dich das überrascht?

"Jein. Es hätte mich zumindest nicht überrascht, wenn es einen Trade gegeben hätte. Es war schon allen Spielern klar, dass viel möglich und keiner fix gesetzt ist."

Hätte ein Trade dem Team nicht einen Ruck geben können oder bist du über die Kontinuität froh?

"Ich als Spieler glaube an unsere Mannschaft und unser Potenzial und ich habe nicht das Gefühl, als hätten wir einen Trade gebraucht. Andererseits ist es natürlich schwer zu ignorieren, dass es nicht wie gewünscht läuft."

Welchen Einfluss hat die Untätigkeit der Spurs an der Trade-Front für deine Situation im Sommer?

"Das ist schwierig zu beurteilen. Ich kann mir weiterhin gut vorstellen, dass ich bei den Spurs bleibe. Ich war noch nie Free Agent oder Restricted Free Agent, daher ist die Lage für mich schwer einschätzbar. Man kann nach der Trade-Deadline natürlich besser beurteilen, welches Team nach der Saison einen Big Man suchen wird, aber derzeit beschäftigt mich das nicht."

Welche Trades sind aus deiner Sicht interessant gewesen?

"Der von Clint Capela war ganz lustig: Es hat mich ein bisschen überrascht, wie billig Houston seinen einzigen Center hergegeben hat. Darüber gab es auch im Internet viele Diskussionen. Einige Topteams haben sich verstärkt, am signifikantesten war wahrscheinlich der Wechsel von Marcus Morris zu den Clippers."

Wie verbringst du die All-Star-Pause? Tun den Spurs die freien Tage gut? Dass keiner aus dem Team als All-Star nominiert wurde, war zu erwarten?

"Ich fliege mit Freunden nach San Diego und werde ein paar Tage abschalten. Für das Team sehe ich die Pause positiv, wir können sie gut brauchen. Dass niemand von uns ins All-Star-Team berufen wird, damit hat man rechnen können. Für DeMar DeRozan hätte man irgendwie argumentieren können, da er eine starke Saison spielt und gute Stats abliefert, aber der Record des Teams spielt eine große Rolle und mit unserer Schwächephase ging wohl auch seine Chance verloren. Im Westen gibt es sehr viele sehr gute Spieler, da ist es einfach schwer, ein All-Star zu werden."

Für das österreichische Herren-Nationalteam beginnt nächste Woche die Qualifikation für die EM 2021.

"Ich verfolge die Berichterstattung und es schmerzt, nicht dabei sein zu können. Die Gruppe mit der Ukraine, Slowenien und Ungarn ist schwer, aber es ist machbar, unter den ersten Drei zu landen und die Quali zu schaffen. Ich glaube an unser Team und halte die Daumen."


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28.01.2020 - Jakob Pöltl verzeichnet beim 109:110 der San Antonio Spurs bei den Chicago Bulls 16 Pts / 13 Reb. Es ist sein zweites Double-Double der Saison, das dritte im Spurs-Dress und das siebente insgesamt in der NBA #jp25 #nba #basketballrotweissrot

26.01.2020 - Die Basketballwelt trauert um Kobe Bryant. Der 41-Jährige stirbt bei einem Hubschrauberabsturz in Kalifornien ebenso wie seine Tochter Gianna (13) und sieben weitere Menschen. „Heute ist ein trauriger Tag für den Basketballsport. Wir waren alle geschockt, als wir vom tragischen Ableben von Kobe gehört haben“, sagt der heimische NBA-Pionier Jakob Pöltl. „Sprachlos“ ist Steph Curry. Als „am Boden zerstört“ bezeichnet NBA-Commissioner Adam Silver die Liga-Familie (c) Instagram #kobe #24 #blackmamba #nba #basketballrotweissrot

11.01.2020 - Wie die Zeit vergeht: Jakob Pöltl darf mittlerweile auf 250 Einsätze in der NBA zurückblicken (c) Ernst Weiss (2) #jp25 #nba #basketballrotweissrot

250. NBA-Einsatz von Jakob Pöltl

11.01.2020 - Jakob Pöltl hat am Freitag (Ortszeit) beim 121:134 der San Antonio Spurs auswärts vs Memphis Grizzlies seinen 250. Einsatz in der regulären NBA-Saison absolviert (136 davon für die Toronto Raptors). Der erste Österreicher in der stärksten Basketball-Liga der Welt hat dabei 156 Siege gefeiert.

Der Center ist bisher 4.073 Minuten im NBA-Einsatz gewesen. Die Statistik weist u.a. 1.347 Punkte, 1.176 Rebounds, 231 Assists und 240 blocked shots für den 24-jährigen Wiener aus.

Highlights
Meiste Spielminuten – 41:10 vs Houston Rockets am 3.12.2019
Meiste Punkte – 20 @ Utah Jazz am 4.12.2018
Meiste Rebounds – 15 vs Houston Rockets am 3.12.2019
Meiste Assists – 6 @ Golden State Warriors am 6.2.2019
Meiste blocked shots – 5 (5mal), zuletzt vs Houston Rockets am 3.12.2019

EW #jp25 #nba #basketballrotweissrot

30.12.2019 - Der heimische NBA-Pionier Jakob Pöltl blickt vor allem nach vorne (c) Ernst Weiss #jp25 #nba #basketballrotweissrot

Jakob Pöltl will "immer noch mehr"

Jakob Pöltl ist mit den San Antonio Spurs nach einem schwierigen November wieder voll im Rennen um einen Platz in den NBA-Play-offs. Die Texaner liegen aktuell in der Western Conference nur knapp hinter dem achten Platz. Im Talking Heads-Gespräch analysiert der Wiener die jüngsten Entwicklungen, blickt auf 2019 zurück und auf 2020 voraus.

Wenn du auf das Jahr 2019 zurückblickst, was fällt dir ein?

"Auf jeden Fall mein Basketball Camp für Kids und überhaupt ein intensiver Sommer mit viel Training. Die Play-off-Serie gegen die Nuggets war cool, auch wenn wir leider knapp verloren haben. Es war ein gutes Jahr. Zwar mit Höhen und Tiefen, alles in allem aber erfolgreich. Ich habe basketballerisch Schritte nach vorne gemacht und Sachen, die ich mir vorgenommen hatte, erledigt - wie zum Beispiel eben mein erstes eigenes Camp."

Ihr habt euch im Dezember stabilisiert. Allein, wenn man die beiden Spiele gegen Detroit zu Beginn und zu Ende des Monats betrachtet (98:132 und 136:109), sieht man die Entwicklung. Was habt ihr verbessert?

"Es scheint, als wäre unsere Einstellung professioneller geworden. Ich hatte den Eindruck, dass wir zu Beginn der Saison zu locker in manche Spiele gegangen sind und daher viele Spiele, die wir eigentlich gewinnen hätten müssen, verloren haben. Ich denke, in dieser Hinsicht haben wir uns klar verbessert. Das macht sich vor allem in der Defense bemerkbar. Wir spielen mit einer anderen Energie und Intensität, dadurch wird auch die Wurfleistung besser, das hängt alles zusammen."

Seit der herben Niederlage in Detroit am 1. Dezember habt ihr außer gegen Cleveland alle schwächer eingeschätzten Teams geschlagen und unter anderem gegen Houston überrascht.

"Ja, an diesen mehreren Pflichtsiegen sieht man, dass wir definitiv mental stärker geworden sind."

Es gab eine Serie von fünf Overtimes in nur vier Spielen, drei davon habt ihr gewonnen. War das eine Schlüsselphase, die euch viel Selbstvertrauen gebracht hat?

"Natürlich tut es gut, wenn man sieht, dass man knappe Spiele gewinnen kann und in den entscheidenden Situationen voll da ist. Ob Overtime oder nicht, für uns war es nach den vielen Niederlagen wichtig für das Selbstvertrauen, einmal mehrere Siege innerhalb kurzer Zeit einzufahren."

Du bringst fast ausnahmslos starke Leistungen, kommst aber wieder von der Bank und deine Minuten sind im Schnitt etwas weniger geworden.

"Das Auf und Ab in den Minuten ist etwas gewöhnungsbedürftig. Ich denke, die Coaches sind in den letzten Wochen am Herumüberlegen, welche Formationen und Rotationen für das Team am besten sind. Natürlich würde ich gerne mehr spielen, aber ich versuche, meinen Job zu erledigen und das Optimum aus meinen Minuten zu machen. Das gelingt mir recht gut."

Was das Punkten betrifft, stichst du in letzter Zeit selten hervor, dafür aber mit Blocks, Rebounds und auch Assists. Hast du dein Spiel verbessert?

"Einerseits zeigen die Stats meine spielerischen Fortschritte, andererseits auch meine Rolle. Ich bin nicht so oft in Scoring-Positionen, aber gerade, wenn ich mit der Bench-Unit drauf bin, habe ich oft den Ball in der Hand und leite die Offense ein. Das führt zu vielen Assists. Ich habe mich in den letzten Wochen darauf konzentriert, speziell am Defensiv-Rebound noch mehr zu arbeiten, das hat gut funktioniert. Die Rolle an sich macht mir Spaß, ich will aber immer noch mehr. Gerade was das Scoren betrifft, ist ein bisschen mehr möglich, auch wenn ich da abhängig von den Spielsituationen bin."

Ein Play-off-Platz ist wieder ganz nah, obwohl ihr nicht brilliert habt, aber recht konstant spielt und andere Teams schwächeln. Du hast einmal gesagt, es ist wichtig, sich auf einer „Pace“ von sechs Siegen in zehn Spielen einzupendeln und Phasen, in denen man klar darunter ist, möglichst zu vermeiden.

"Ja, so kann man es zusammenfassen. Wir müssen ein Spiel nach dem anderen professionell und konzentriert angehen und dürfen keine Siege liegen lassen. Mit einer 6:4-Pace hätten wir sicher sehr gute Chancen auf die Playoffs. Einfach wird das aber nicht, gerade jetzt im Jänner. Zwar sind die Spiele innerhalb der eigenen Conference tendenziell etwas wichtiger, aber wir haben in den nächsten Wochen einige Spiele gegen die Top-Teams aus dem Osten: Milwaukee, Toronto, Boston, Miami."

Zum Abschluss nach dem Rückblick auf 2019 noch deine persönliche Vorschau auf 2020, was erwartet dich?

"Zunächst einmal liegt der Fokus klar auf dem Kampf um einen Play-off-Platz. Dann wird die Free Agency auf jeden Fall ein großes Thema sein. Ich hoffe, dass ich im Sommer an Nationalteam-Aktivitäten teilnehmen werde, auch wenn sich die Bewerbsspiele mit der NBA-Saison überschneiden."

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04.12.2019 - Jakob Pöltl verzeichnet beim 135:133 2OT der San Antonio Spurs vs Houston Spurs mit 41:10 Min und 15 Reb zwei persönliche Bestwerte in der NBA. 5 BS weist die Statistik zum fünften Mal für den Wiener aus. Weiters: 6 Pts/5 Ass/1 St (c) Ernst Weiss #jp25 #nba #basketballrotweissrot

03.12.2019 - Sieben Siege, 14 Niederlagen nach dem ersten Viertel der NBA-Saison: Trotz des Frusts über die Teamleistung ist die Zuversicht von Jakob Pöltl ungebrochen (c) Ernst Weiss #jp25 #nba #basketballrotweissrot

Schaffen es nicht, unser volles Potenzial abzurufen

03.12.2019 - Die San Antonio Spurs bleiben in der laufenden Saison hinter den gewohnten Leistungen zurück. Mit einer 7:14-Bilanz liegen Jakob Pöltl und Co. klar außerhalb der Playoff-Plätze. Der Wiener selbst ist insbesonders in der Defensive einer der Eckpfeiler des Teams. Trotz des Frusts über die Teamleistungen ist seine Zuversicht dungebrochen.

Das folgende Interview wurde von Talking-Heads aufgezeichnet

Nach einem gelungen Saisonstart (4-1, 5-3) habt ihr von den letzten 13 Spielen elf verloren. Woran hapert es?
"Ich denke, wir haben danach nicht um so viel schlechter gespielt als zu Beginn der Saison. Für mich wirkt es so, als würden wir nicht aus unserem eigenen Kopf herauskommen, als stünden wir uns selbst im Weg. Das Selbstvertrauen und die Energie sind nicht da, wir schaffen es nicht, in den Spielen unser volles Potenzial abzurufen. Zu Hause und gegen bessere Teams schaffen wir es eher, auswärts und gegen mittelstarke und schwächere Teams weniger. Es ist auf jeden Fall ziemlich frustrierend."

Wie ist der Zugang der Coaches zu dieser schwierigen Situation?
"Sie wollen, dass wir nicht so sehr auf die Ergebnisse, sondern mehr auf die Performance achten. Aber es ist nicht so einfach sich keine Gedanken über die Ergebnisse zu machen, wenn man einige Spiele in Folge verliert oder es nicht schafft, die Wende herbeizuführen und mehrere in Serie zu gewinnen."

Neben der Defense, die noch immer eine Baustelle ist, macht auch die schwankende Dreier-Quote Sorgen.
"Das hängt meiner Meinung nach alles zusammen und auch vom Selbstvertrauen und Rhythmus ab. Wenn wir hinten erfolgreich verteidigen, kommen wir ins Laufen und es fallen vorne auch die Würfe, wie zum Beispiel im Spiel gegen die Clippers. Wenn die Erfolgserlebnisse selten sind, fallen auch die Videosessions nicht angenehm aus, was wiederum vor allem für die jüngeren Spieler nicht einfach ist."

Du persönlich hast gute Werte, besonders wenn man tiefgehender auf die Stats schaut: Mit dir auf dem Feld seid ihr vor allem defensiv deutlich stärker, aber auch offensiv. Hast du persönlich ebenfalls das Gefühl, dass du Impact lieferst?
"Vor allem seit ein paar Wochen fühle ich mich sehr wohl. Ich merke, dass ich einen positiven Einfluss auf das Spiel habe - vor allem, wenn ich mit der Bank drauf bin, da haben wir vom letzten Jahr noch eine gute Chemie."

Du stehst nun wieder regelmäßig in der Starting Five. Die Starter-Rolle ist dir persönlich nicht so wichtig, aber gerade zu Saisonbeginn hast du weniger Minuten bekommen als wahrscheinlich erwartet.
"Ich habe am Anfang der Saison einfach nicht gut gespielt, habe Basics und Energie nicht so gebracht, wie man es von mir kennt. Irgendwann habe ich wieder zu meinem Spiel gefunden, sind Selbstvertrauen und Selbstverständlichkeit wiedergekommen. Dadurch habe ich mir wieder mehr Minuten und das Vertrauen des Trainers erarbeitet."

Du blockst in den letzten Wochen sehr viele Würfe, einzig die Feldwurfquote ist etwas schwächer als letzte Saison.
"Die Blocks sind eine Folge des Gesamtpakets, der Energie, der Aktivität in der Defense. Beim Abschluss ist noch Luft nach oben. Ich probiere heuer sicher ein bisschen mehr, habe also nicht nur einfache Sitzer, darunter leidet die Quote auch ein wenig. Vor allem aber war der Offensiv-Rhythmus zu Saisonbeginn noch nicht so da, es läuft jetzt schon deutlich besser, der Weg stimmt."

Du hast gesagt, die Situation ist frustrierend. Dennoch betont auch Coach Popovich, dass ihr die Spurs seid und ihr das schon wieder hinkriegen werdet. Wie optimistisch bist du?
"Ich bin weiterhin ziemlich zuversichtlich, aber natürlich ist klar: Es muss etwas passieren. Wir haben das Zeug und die Leute dazu, wieder die Playoffs zu schaffen. Der Kader ist sogar etwas besser als in der letzten Saison. Wir wissen, dass wir besser sind als unser derzeitiger Output. Es ist auch eine Frage der Zeit, bis es wieder läuft."

Der Rückstand auf die Playoff-Plätze ist noch überschaubar, dennoch wird es nicht einfach. Die Top-Teams im Westen scheinen euch doch klassemäßig voraus zu sein und es drängen weitere Teams wie Blazers oder Thunder nach schwachen Starts nach vorne.
"Dass es eng werden wird, war auch schon vor der Saison klar. Wir haben gerade einmal 21 Spiele hinter uns, es ist noch nicht viel entschieden."

Welche Teams haben dich im ersten Saisonviertel überrascht?
"Die Raptors spielen trotz Verletzungsproblemen ziemlich gut, das ist cool zu sehen. Von den Lakers hätte ich nicht erwartet, dass sie so früh schon so gut sind."

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Pöltl wird im Sommer "Restricted Free Agent"

22.10.2019 - Seit Dienstag steht fest: Jakob Pöltl wird im Sommer 2020 "Restricted Free Agent" sein, da er sich mit den San Antonio Spurs nicht vorzeitig auf einen neuen Vertrag einigen konnte. Die Texaner können dann mit Angeboten anderer Teams gleichziehen, um den Wiener weiter in ihren Reihen zu halten.

Das folgende Interview wurde von Talking-Heads aufgezeichnet

Jakob, die Entscheidung ist am Montag gefallen, du hast mit den Spurs keine „Extension“ unterschrieben. Warum nicht?
Wenn wir uns einig geworden wären, hätte ich schon gerne vorzeitig verlängert, aber es gab verschiedene Vorstellungen und ich habe mir persönlich keinen Druck gemacht, schon jetzt den Vertrag in der Tasche haben zu müssen. Im Endeffekt war es eine Business-Entscheidung von beiden Seiten, es ändert sich für mich nicht viel für nächsten Sommer: Ich würde prinzipiell gerne bleiben, aber wenn es woanders eine bessere Situation geben sollte, ist es einfach so.

Wie kann man sich deinen Entscheidungsprozess vorstellen?
Ich habe mich im Sommer mit meiner Agentur zusammengesetzt und mir ihre Empfehlungen angehört. Im Endeffekt lag die Entscheidung aber bei mir, ob ich pokern oder mich früh absichern will. Ich denke, das Risiko ist nicht so groß, ich befinde mich grundsätzlich weiter in einer guten Position. Es ist okay, wenn ich auf mich selbst setze.

Der Saisonstart steht vor der Tür, wie bist du mit eurer Vorbereitung zufrieden?
Es war eine typische Preseason, da verläuft nicht alles perfekt. Die Trainings waren gut und auch in den Spielen haben wir uns kontinuierlich verbessert, der Coach hat verschiedene Line-ups durchprobiert. Insgesamt fällt das Fazit auf jeden Fall positiv aus.

Du warst in einigen Spielen Starter, bist aber auch von der Bank gekommen. Was gefällt dir mehr?
Ich bin es immer noch mehr gewohnt, mit der Bank zu spielen, aber ich fühle mich auch in der Starting Five wohl, mag auch diesen Stil. Ich hoffe, es wird während der Saison ein bisschen was von beidem sein. Es wird einerseits auf den Gegner ankommen, andererseits auch darauf, wie wir funktionieren. Wir haben heuer eine sehr tiefe Bank, es gibt verschiedenste mögliche Kombinationen und Pop scheut sich nicht, jemanden mal sitzen zu lassen, wenn ihm seine Einstellung an diesem Tag nicht gefällt.

Wie fühlst du dich persönlich für die neue Saison gerüstet?
Alles in allem gut. Es lief noch nicht alles rund, bei ein paar Kleinigkeiten muss ich noch in den Rhythmus kommen bzw. wird es mir helfen, dass die Trainings wieder kürzer werden und man wieder in diesen Ablauf mit vielen Spielen kommt. Mit meinem Fortschritt insgesamt bin ich zufrieden.

Was ist dein Zugang für dieses Jahr?
Ich bin an dem Punkt angekommen, wo ich nicht mehr das Gefühl habe, dass mich in der NBA noch etwas überraschen kann. Ich habe die Einstellung, mehr auf meine Chancen zu achten, was mir bis jetzt gut gelingt und was auch gut für das Team ist.

Point Guard Dejounte Murray kehrt nach seiner einjährigen Verletzungspause ins Team zurück, was ändert sich?
Doch einiges, da er defensiv sehr gut ist und wir mit Derrick White nun auch einen echten Point Guard von der Bank bringen, dazu mit Patty Mills und Marco Belinelli zwei Shooter, das ist schon sehr effektiv. Ich habe mit Dejounte noch nicht sehr viel zusammengespielt, aber wenn, dann hat es schon sehr gut geklappt.

Euer vorrangiges Ziel sind die Playoffs. Wird es schwieriger als letzte Saison?
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es schwerer wird, aber die Lage ist schwer einzuschätzen. Einige Teams aus dem Westen sind auf dem Papier gut, aber neu zusammengestellt, einige andere unverändert. Ich bin aber zuversichtlich, unser Potenzial ist denke ich höher als letztes Jahr.

Dein Favorit sind die L.A. Clippers?
Wahrscheinlich sind sie der Favorit, aber sie sind eben auch neu zusammengewürfelt. Wenn sie es schaffen, eine gute Teamchemie zu entwickeln, sind sie für mich erster Titelanwärter.

Euer erster Gegner sind die New York Knicks, wie viel habt ihr euch schon mit ihnen beschäftigt? Wir schauen zu Saisonbeginn zuerst, dass bei uns alles rund läuft. Ich habe mich mit den ersten Gegnern noch nicht viel beschäftigt. Die Knicks haben auch einige neue Spieler und sind für mich schwer einschätzbar, aber der Fokus liegt wie gesagt ohnehin klar auf unseren eigenen Sachen.

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21.10.2019 - Mit einem Heimspiel vs New York Knicks beginnt in der Nacht auf Donnerstag (MESZ) die vierte NBA-Saison für Jakob Pöltl. Der Center geht gleichzeitig ins zweite Spieljahr mit den San Antonio Spurs, für die er 2018/19 im Schnitt 5,5 Pts, 5,3 Reb und 16,5 Min pro Partie verbucht hat. Die anstehende Saison ist sein letztes Vertragsjahr. 2019/20 hat daher für den heimischen NBA-Pionier auch persönlich große Bedeutung. Ratschläge kann sich der 24-Jährige mittlerweile bei Tim Duncan holen. Der langjährige Spurs-Star fungiert als Assistant-Coach beim fünffachen NBA-Champion (c) Ernst Weiss #jp25 #nba #basketballrotweissrot

28.08.2019 - Jakob Pöltl, hier noch beim Heimaturlaub in Wien, trainiert aktuell in Los Angeles. Allfällige Spurs-Duelle, zu denen es bei der anstehenden Weltmeisterschaft (31.8.-15.9. in China) durchaus kommen kann, will sich der NBA-Center aus Wien jedenfalls anschauen. Mehr im Talking-Heads-Interview (c) Ernst Weiss #jp25 #nba #basketballrotweissrot

Jakob Pöltl auf dem Weg in vierte NBA-Saison

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, Jakob Pöltl bereitet sich derzeit in Los Angeles auf seine vierte NBA-Saison vor, die zweite bei den San Antonio Spurs. Nach seinem ersten Basketball-Camp in Wien und ein wenig Urlaub steht für den 23-Jährigen vor allem viel Training auf dem Programm. Im Oktober könnte es eine wichtige Karriere-Entscheidung geben. Einen Blick wirft Jakob auch auf die Weltmeisterschaft in China, an der einige Spurs teilnehmen.

Jakob, wie hast du die letzten Wochen verbracht?

"Derzeit arbeite ich mit Trainern von 'Integrity Hoops' an einem College in Los Angeles, im Moment ist mit JaVale McGee auch ein anderer NBA-Center ein Trainingspartner, davor waren Mario Hezonja und Georges Niang bei meinen Trainings dabei. Auch Blake Griffin trainiert hier. Insgesamt ist es mit einer Unterbrechung meine dritte Woche in L.A., die Zusammenarbeit mit den Privattrainern wurde von meiner Agentur in Absprache mit den Spurs organisiert. Ein junger Trainer von 'Integrity Hoops' hat heuer auch in Wien mit mir gearbeitet. In der vergangenen Woche war ich in San Antonio und habe am Rookie Camp teilgenommen. Ich konnte unseren Rookies helfen, aber auch für mich waren die Inhalte wichtig."

Apropos Inhalte: Worauf wird in den Trainings in L.A. Wert gelegt?

"Es ist relativ wurflastig, mit vielen Drills für Guards, aus Dribble-Moves und Penetrations heraus, mit vielen verschiedenen Techniken. Generell ist viel Bewegung mit schnellen Entscheidungen dabei, was sehr unserem Spiel bei den Spurs ähnelt. Wir spielen 2-gegen-2 oder 3-gegen-3 mit oder gegen die Coaches, um die Bewegungsmuster zu vertiefen."

Zeit für Privates bleibt vor Saisonbeginn auch noch?

"Ja, am Donnerstag fliege ich für ein paar Tage nach Kanada, wo der Labour Day gefeiert wird. In der Nähe von Toronto treffe ich mich mit Freunden, danach geht es dann in San Antonio richtig los."

Bis 21. Oktober besteht die Möglichkeit für die Spurs und dich, sich auf eine Vertragsverlängerung zu einigen. Passiert das nicht, bist du im Sommer 2020 Restricted Free Agent, kannst also Angebote von anderen Teams bekommen. Wie ist der aktuelle Status?

"Ich lege das in die Hände meiner Agentur, derzeit gibt es noch nichts Konkretes. Grundsätzlich gefällt es mir in San Antonio sehr gut. Ob es zu einer Verlängerung kommt, wird natürlich auch vom Angebot abhängen. Wenn eine Einigung passiert, kann das durchaus ein zukunftsweisender Vertrag sein. Ich konzentriere mich im Moment aber eher auf die Arbeit im Training."

Am Samstag beginnt die Weltmeisterschaft in China. Mit Coach Gregg Popovich, den Assistants Chip Engelland und Will Hardy, Derrick White (alle USA), Patty Mills (AUS), Marco Belinelli (ITA) und Chimezie Metu (NGR) sind zahlreiche Spurs vertreten. Du wirst das Turnier sicher genau verfolgen?

"Ich habe die Resultate der Testspiele mitbekommen, vor allem die Leistung von Patty beim Sieg von Australien gegen die USA war bemerkenswert. Vom Team USA hört man hier viel, auch von den Teamkollegen bekomme ich einiges mit. Wenn es bei der WM zu direkten Spurs-Duellen kommen sollte, werde ich mir die sicher anschauen."

Die USA plagen zahlreiche Absagen. Ist das für dich nachvollziehbar? In Europa ist das in diesem Ausmaß unverständlich.

"In Europa ist es einfach üblicher, fast jeden Sommer für das Nationalteam zu spielen. Für die Superstars hat außerdem Olympia eine höhere Wertigkeit als die WM. Ich kann die Gründe für die Absagen grundsätzlich nachvollziehen. In letzter Zeit gab es oft Schlagzeilen über Verletzungen von Stars. Viele fragen sich, wofür riskiere ich hier meine Gesundheit, wenn das eigentlich die Zeit zum Trainieren und Ausrasten ist. Es hat sich ein Trend entwickelt, dem sich viele anschließen. Dass manche Spieler stattdessen in irgendwelchen Pick-up-Games spielen, wo die Verletzungsgefahr auch besteht, ist natürlich hinterfragenswert. Andererseits ergibt sich für viele Spieler, die in den Kader nachrücken und dabei sein wollen, eine coole Chance"

Sind die USA trotz der Ausfälle Favorit?

"Schwer zu sagen, wahrscheinlich sind sie es trotzdem noch. Der Kader ist tief besetzt, es sind noch immer einige Stars dabei, auch wenn der Klassenunterschied zu manchen anderen Teams nicht mehr sehr groß ist. Grundsätzlich leben die USA mehr von ihrem individuellen Talent, während andere Länder wie Spanien oder Serbien eingespielter und daher taktisch weiter sind. Dazu kommt, dass die USA immer Druck haben. Es gibt heuer sicher einige Nationen, die die Chance auf Gold haben, erster Anwärter bleibt aber wahrscheinlich Team USA."

Das Gespräch führte Talking-Heads 

15.08.2019 - Der Spielplan der San Antonio Spurs in der Saison 2019/20 der NBA #jp25 #nba #thisiswhyweplay #basketballrotweissrot

06.07.2019 - Back to the roots: Der heimische NBA-Pionier Jakob Pöltl hat kürzlich in Salt Lake City trainiert, wo er von 2014 bis 2016 und somit zwei Saisonen lang für die Utah Utes in der NCAA gespielt hat (c) Utah Utes #jp25 #nba #basketballrotweissrot

25.07.2019 - David Krämer, jüngerer Bruder des ÖBV-Internationalen Filip Krämer und bis 2014 Nachwuchsspieler bei den Oberwart Gunners, hat einen Vertrag bei den Phoenix Suns in der NBA unterzeichnet. Der 22-Jährige ist deutscher Staatsbürger (c) privat #nba #thisiswhyweplay #basketballrotweissrot

23.07.2019 – Jakob Pöltl bekommt mit Tim Duncan (ganz rechts) einen prominenten Assistant-Coach bei den San Antonio Spurs. Der 43-jährige ehemalige Power Forward und Center spielte von 1997 bis 2016 für die Texaner, mit denen er alle fünf bisherigen NBA-Titel (1999, 2003. 2005, 2007, 2014) der Clubgeschichte holte (c) San Antonio Spurs #jp25 #nba #basketballrotweissrot