NBA setzt Saison fort

05.06.2020 - Die NBA nimmt einen Re-Start der Saison 2019/20 vor. Die Überwiegende Mehrheit der Teambesitzer (angeblich 29 von 30) hat sich darauf verständigt. 

Gespielt werden soll ab 31. Juli in Disney World in Orlando und damit quasi unter Quarantäne. 22 der insgesamt 30 Teams sollen dabei sein - 13 aus der Western Conference, unter ihnen die San Antonio Spurs mit dem heimischen NBA-Pionier Jakob Pöltl, und neun aus der Eastern Conference. Es handelt sich dabei um die jeweiligen Top 8 und jene Clubs auf den Plätzen, die noch Chancen auf den Play-off-Einzug haben. 

Die Spurs (27-36) lagen zum Zeitpunkt der Unterbrechung des Spieljahres wegen Covid-19 vor fast drei Monaten auf Rang zwölf im Westen. Die Memphis Grizzlies (32-33) nahmen den letzten Play-off-Platz ein. 

Acht Begegnungen sollen pro Team vor der Postseason bestritten werden. Die Spurs sind Außenseiter in Orlando. 

EW

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Weiter kein Training in der Halle für Jakob Pöltl

Jakob Pöltl wartet in San Antonio auf Entscheidungen der NBA und der San Antonio Spurs, wann und ob die wegen Covid-19 unterbrochene Saison fortgesetzt werden kann. Ein Training in der Halle ist für den 24-Jährigen weiterhin nicht möglich.

Das folgende Interview hat Talking-Heads aufgezeichnet.

Jakob, was hat sich in den letzten Wochen bei dir getan?

"Nicht viel! Mein Tagesablauf sieht noch immer so aus wie vor einem Monat: Daheim trainieren, mit Freunden und Familie online Kontakt haben und Playstation spielen. Wir hatten zuletzt eine Video-Konferenz mit den Spurs und einen Conference Call von der NBA – großartige Neuigkeiten kamen auch von da nicht."

Du verbringst nun schon geraume Zeit allein, wie geht es dir damit?

"Das ist natürlich nicht optimal, aber ich bin das Alleinsein einigermaßen gewohnt und kann ganz gut damit umgehen."

Manche NBA-Teams haben ihre Trainingshallen bereits geöffnet, die Spurs nicht.

"Sie wollen das noch nicht machen, weil es noch immer nicht viele Tests gibt und sie sich quasi nicht in der Schlange vordrängen wollen, solange es nicht Tests für alle gibt. Es wurde aber schon ein ziemlich genaues Protokoll für den Zeitpunkt ausgearbeitet, an dem aufgesperrt wird. Zu keinem Zeitpunkt würden sich dann mehr als zwei Spieler in der Facility aufhalten, man wird mit Maske ankommen, auf Fieber und Symptome geprüft werden. Man würde mit Ball kommen und wieder gehen, es gäbe kein Duschen, nur ein Trainer wäre anwesend und zwischen den Einheiten soll alles desinfiziert werden."

Falls bald aufgesperrt wird, wären Trainings in der Halle dann verpflichtend?

"Die Trainings wären zunächst zu 100 Prozent freiwillig. Es gibt noch keinen Plan, wann ein gemeinsames Training wieder losgehen würde. Ich müsste mich derzeit ja auch gar nicht in San Antonio aufhalten."

Welche Infos kamen von der NBA?

"Es wurde auch dort von völliger Freiwilligkeit gesprochen, von den Klubs soll kein Druck ausgeübt werden. Die Öffnung der Hallen soll zunächst dazu dienen, den Spielern die Möglichkeit zu geben, wieder mit dem Ball zu trainieren und sich zu bewegen. Bezüglich der Fortsetzung der Saison konnte die NBA uns noch nichts Konkretes sagen. Es gibt einige Optionen, die öffentlich ohnehin bekannt sind. Sollte es weitergehen, würde man wahrscheinlich alle Teams an eine oder zwei Locations zusammenziehen, herumreisen ist unrealistisch. Commissioner Adam Silver hat gemeint, dass sich eine Entscheidung, wie es weitergeht, noch hinziehen kann. Die NBA will zuerst auch andere Ligen, die früher beginnen, beobachten. Es wurde da auch die deutsche Fußball-Bundesliga genannt."

Man hört von Sportklubs, die sich um die Gesundheit ihrer Athleten sorgen. Nicht nur wegen des Virus selbst, sondern weil die Spieler nicht in der Kürze in eine Form kommen könnten, um für einen komprimierten Spielbetrieb sofort gerüstet zu sein.

"Das ist verständlich, die Verletzungsgefahr wäre wohl größer als in einer normalen Saison. Nicht jeder hat die besten Voraussetzungen, um sich abseits eines Teamtrainings richtig fit zu halten. Auch in der NBA sehe ich verschiedene Tendenzen: Spieler von Teams, die kaum Chancen auf die Playoffs haben, fragen sich, warum sie etwas riskieren und füSpiele trainieren sollen. Die Leute mit Chancen auf den Titel wollen die Saison natürlich eher fertigspielen."

Wie stehst du persönlich dazu?

"Ich bin da etwas im Zwiespalt. Einerseits würde es mich freuen, nach der Knieverletzung wieder Basketball spielen zu können und sei es nur für ein paar Spiele. Andererseits frage ich mich auch, wie sinnvoll es wäre, gerade nach der Verletzung für einige wenige Spiele hochzutrainieren und ob nicht eine reguläre Vorbereitung zum Wiedereinstieg besser wäre."

Die USA werden von der Krise hart getroffen, die politischen Maßnahmen stark kritisiert. Wie nimmst du das wahr?

"Ich habe Hausverstand und bilde mir natürlich meine Meinung, aber wie die meisten Menschen habe ich keinen fundierten Einblick in die Materie, daher will ich mir nicht anmaßen groß mitzureden."

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Heimtraining in San Antonio

09.04.2020 - Jakob Pöltl weiß wie alle NBA-Spieler nicht, wann, wie und ob die unterbrochene Saison fortgesetzt werden kann. Eine Entscheidung darüber wird frühestens Anfang Mai fallen. Der Wiener trainiert in seinen eigenen vier Wänden in San Antonio. Die Heilung seines verletzten Knies macht Fortschritte.   

Jakob, wie gehst du mit der aktuellen Situation um, wie sieht dein Tagesablauf aus?

"Ich bin prinzipiell den ganzen Tag zu Hause, es ist natürlich etwas eintönig, jeder Tag verläuft ziemlich gleich. Neben dem Trainingsprogramm, das ich abspule, spiele ich Playstation und rufe Freunde an. Unsere diversen WhatsApp- und Skype-Gruppen werden derzeit sehr lebhaft genützt, der Großteil des Freundeskreises sitzt ja auch daheim und hat dementsprechend viel Zeit. Ich bin mit vielen Freunden und Teamkollegen in Kontakt, am intensivsten mit den Österreichern und den Leuten aus College-Zeiten."

Wie und was trainierst du?

"Ich habe ein Kraft- und Ausdauer-Programm, das das gesamte Team absolviert, dazu spezielle Übungen für mein Knie. Wir haben von den Spurs ja einiges an Equipment geliefert bekommen: Gewichte, Bänder, ein stationäres Fahrrad. Mit dem Ball trainieren eigentlich nur diejenigen, die ein Haus mit Garten und Korb zur Verfügung haben. Vom Club wurde uns diesbezüglich empfohlen, zu Hause zu bleiben, da wir dann ohnehin genug Zeit für Training mit dem Ball zur Verfügung haben werden, bevor es mit den Spielen wieder losgeht. Natürlich ist es vom Kopf her nicht so einfach, weil man nicht weiß, wann es wieder losgeht und auf welchen Zeitpunkt man hintrainiert."

Wie oft bist du mit den Spurs in Kontakt?

"Sehr oft. Zu Beginn hat von der medizinischen und Athletik-Abteilung jeden Tag jemand angerufen und sich erkundigt, wie es läuft. Auch Coach Popovich hat vor ein paar Tagen kurz angerufen und nachgefragt. Wir hatten zudem eine Video-Konferenz mit dem gesamten Team. Wir bekommen vom Club immer wieder Updates von der NBA weitergeleitet, die Informationen von der Liga halten sich aber in Grenzen."

Wie geht es dem angeschlagenen Knie?

"Ich mache schon Übungen mit Richtungswechseln und explosive Sachen, das geht alles schon problemlos. Nur wenn ich es extrem abbiege, spüre ich etwas. Die Leute vom Verein sagen mir, dass ich gute Fortschritte mache und dass ich mir Zeit lassen soll. Ich habe zwar mit Knieverletzungen keine Erfahrungen, aber ich gehe davon aus, dass ich keine Probleme mehr haben werde, wenn die Saison fortgesetzt wird."

Wie sieht es auf San Antonios Straßen aus, gehst du selbst gar nicht raus?

"Ich bestelle mir Essen und hole es manchmal zu Fuß oder mit dem Auto ab, aber sonst bin ich immer zu Hause. Es sind schon noch genug Menschen unterwegs, vor allem in den Parks und Grünanlagen, aber deutlich weniger als zu normalen Zeiten. Natürlich macht man sich auch hier Sorgen, aber man kann die Lage nicht mit der in New York vergleichen, San Antonio ist sehr weitläufig. Texas ist vom Virus bislang relativ verschont geblieben, San Antonio sowieso."

Was hältst du von den Überlegungen, alle Teams an einem Ort wie zum Beispiel Las Vegas zusammenzuziehen und die Meisterschaft ohne Zuschauer fortzusetzen?

"Das wäre logischerweise nicht optimal, aber die Bedingungen wären für alle gleich. Ich bin grundsätzlich überhaupt kein Fan von Geisterspielen, aber wenn es die einzige Lösung ist, okay. Dann kann man den Leutenwenigstens etwas Unterhaltung nach Hause liefern. Ich würde die Saison natürlich gerne fertigspielen, aber man macht sich schon auch Sorgen. Basketball ist ein Kontaktsport und wenn einer das Virus hat, haben es in kurzer Zeit viele."

Für dich macht es die bevorstehende Free Agency nicht leichter.

"Klar hätte ich gerne einen normalen Sommer gehabt, auch wegen der Free Agency, die nun wohl verkürzt werden wird. Diese Ungewissheit, wie es weitergehen wird, ist für Free Agents noch einmal etwas stärker ausgeprägt. Zumindest haben wir zuletzt die Information bekommen, dass die nächste Saison von der jetzigen unbeeinflusst pünktlich beginnen soll."

Das Coronavirus verhindert auch die zweite Auflage des Jakob Pöltl Basketball Camps in Kooperation mit den Vienna D.C. Timberwolves im Juni?

"Ja, das war leider absehbar und ist sehr schade, weil es im ersten Jahr so ein Erfolg war und es super gewesen wäre, daran gleich anzuknüpfen. Vorläufig ist für das heurige Jahr kein Camp geplant."

Interview: Talking-Heads 

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Der Sport spielt aktuell keine Rolle

Die NBA-Saison wurde in der Nacht auf Donnerstag als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie für "mindestens 30 Tage" (Commissioner Adam Silver) unterbrochen. Auch ein vorzeitiges Ende ist möglich. Talking-Heads hat mit Jakob Pöltl gesprochen.

Das Coronavirus hat (auch) die NBA lahmgelegt. Wie hast du die Entwicklungen wahrgenommen?

"Die Situation hat sich gestern schlagartig geändert. Zuvor war es bei uns kein großes Thema, aber als mit Rudy Gobert der erste Spieler positiv getestet wurde, hat sich der Spieß von einem Moment auf den anderen komplett umgedreht, die ganze Liga wurde umgehend informiert. Das Aussetzen der Spiele ist natürlich verständlich. Im Basketball gibt es sehr viel Kontakt, die Hände sind involviert, das Risiko von Übertragungen ist hoch."

Davor wurde die Problematik noch nicht ernst genommen?

"Es gab sehr wohl Meetings, in denen wir zur Vorsicht gemahnt wurden, aber auf die täglichen Abläufe hatte es noch keinen Einfluss."

Wie kann man sich deine persönliche Situation vorstellen?

"Auch die Trainings wurden vorübergehend abgesagt. Ich muss zwar nicht den ganzen Tag zwingend zu Hause bleiben, aber wir haben am Donnerstag die Information bekommen, dass die Trainingshalle geschlossen ist, man öffentliche Orte eher meiden und sich sofort melden soll, wenn man das Gefühl hat, krank zu sein."

Du bist wegen deiner Knie-Verletzung sowieso noch eingeschränkt.

"Ja, ich ziehe mein Recovery-Programm jetzt eben so gut es geht zu Hause durch. Dem Knie geht es schon deutlich besser, im letzten Training habe ich begonnen zu joggen und einige spezielle Übungen gemacht. Trotz der guten Fortschritte würde es sicher noch ein bis zwei Wochen dauern, bis ich wieder spielen könnte. Aber das ist im Augenblick ohnehin kein Thema. Der Sport spielt aktuell keine Rolle, es gibt wesentlich Wichtigeres. Ich hoffe, die Leute sind vorsichtig, bleiben vernünftig und vor allem gesund."

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01.03.2020 - Erste längere Zwangspause für Jakob Pöltl in der NBA. Der Center hat eine Seitenbandzerrung im rechten Knie erlitten. Er fällt zwei bis vier Wochen aus. „Knieverletzungen können sehr mühsam sein, so gesehen bin ich froh, dass nicht mehr passiert ist“, sagte Pöltl. „Ärgerlich ist die Sache aber natürlich trotzdem. Wir befinden uns in einer sehr wichtigen Phase, da ist jede versäumte Partie doppelt bitter. Ich hoffe, dass es so rasch wie möglich mit dem Comeback klappt.“ (c) Ernst Weiss #jp25 #nba #basketballrotweissrot

13.02.2020 - Jakob Pöltl bleibt trotz des Rückstands der San Antonio Spurs auf die Play-off-Plätze zuversichtlich (c) Ernst Weiss #jp25 #nba #firstaustrian #basketballrotweissrot

Jakob Pöltl zeigt Zuversicht und drückt Daumen

Jakob Pöltl bleibt für den weiteren Saisonverlauf in der NBA zuversichtlich.  Dem Nationalteam drückt er kommende Woche die Daumen. Das nachfolgende Interview hat Talking-Heads aufgezeichnet. 

Jakob, die Tabelle der Western Conference sieht vor der All-Star-Pause nicht rosig aus: Die Spurs halten bei einer 23:31-Bilanz, auf einen Play-off-Platz habt ihr derzeit fünf Siege Rückstand. Glaubt ihr noch immer an die Playoffs?

"Der Optimismus ist unverändert da. Allerdings haben wir uns in eine Situation gebracht, in der wir nun die Saison praktisch perfekt fertigspielen müssen und auch etwasauf fremde Hilfe angewiesen sind. Wir benötigen einen ordentlichen Run und Memphis wird ein bisschen was verlieren müssen."

Wie analysierst du die letzten Spiele?

"Wir haben es mit Ausnahme des Sieges in Oklahoma City nicht geschafft, die Spiele zu Ende zu spielen. Wir waren meistens eine Zeitlang solide, haben die Matches wie zum Beispiel gegen die Lakers oder die Kings aber durch schwache Phasen hergegeben. Das ist bitter, aber in dieser Liga musst du die Leistung über 48 Minuten bringen. Leider haben wir mit diesem Problem schon die gesamte Saison lang zu kämpfen."

Wie ist die Situation für dich persönlich? Haben die Niederlagenserie oder die zuletzt wieder etwas gesunkene Einsatzzeit Spuren hinterlassen?

"Frustrierend ist es auf jeden Fall, die vergangene Woche ist nicht super verlaufen. Aber im Endeffekt denke ich mir: Was soll’s? Ich muss weiterspielen und mich auf das nächste Spiel vorbereiten, um da die bestmögliche Leistung zu bringen. Es ist ja nicht das erste Mal in meiner NBA-Karriere, dass nicht alles perfekt läuft. In der NBA geht es durch den dichten Spielplan oft schnell, vor dem Rodeo-Trip hatte ich eine sehr gute Phase. Darum nehme ich die Situation nicht so schwer."

Die Trade-Deadline ging ohne Deal der Spurs vorbei, hat dich das überrascht?

"Jein. Es hätte mich zumindest nicht überrascht, wenn es einen Trade gegeben hätte. Es war schon allen Spielern klar, dass viel möglich und keiner fix gesetzt ist."

Hätte ein Trade dem Team nicht einen Ruck geben können oder bist du über die Kontinuität froh?

"Ich als Spieler glaube an unsere Mannschaft und unser Potenzial und ich habe nicht das Gefühl, als hätten wir einen Trade gebraucht. Andererseits ist es natürlich schwer zu ignorieren, dass es nicht wie gewünscht läuft."

Welchen Einfluss hat die Untätigkeit der Spurs an der Trade-Front für deine Situation im Sommer?

"Das ist schwierig zu beurteilen. Ich kann mir weiterhin gut vorstellen, dass ich bei den Spurs bleibe. Ich war noch nie Free Agent oder Restricted Free Agent, daher ist die Lage für mich schwer einschätzbar. Man kann nach der Trade-Deadline natürlich besser beurteilen, welches Team nach der Saison einen Big Man suchen wird, aber derzeit beschäftigt mich das nicht."

Welche Trades sind aus deiner Sicht interessant gewesen?

"Der von Clint Capela war ganz lustig: Es hat mich ein bisschen überrascht, wie billig Houston seinen einzigen Center hergegeben hat. Darüber gab es auch im Internet viele Diskussionen. Einige Topteams haben sich verstärkt, am signifikantesten war wahrscheinlich der Wechsel von Marcus Morris zu den Clippers."

Wie verbringst du die All-Star-Pause? Tun den Spurs die freien Tage gut? Dass keiner aus dem Team als All-Star nominiert wurde, war zu erwarten?

"Ich fliege mit Freunden nach San Diego und werde ein paar Tage abschalten. Für das Team sehe ich die Pause positiv, wir können sie gut brauchen. Dass niemand von uns ins All-Star-Team berufen wird, damit hat man rechnen können. Für DeMar DeRozan hätte man irgendwie argumentieren können, da er eine starke Saison spielt und gute Stats abliefert, aber der Record des Teams spielt eine große Rolle und mit unserer Schwächephase ging wohl auch seine Chance verloren. Im Westen gibt es sehr viele sehr gute Spieler, da ist es einfach schwer, ein All-Star zu werden."

Für das österreichische Herren-Nationalteam beginnt nächste Woche die Qualifikation für die EM 2021.

"Ich verfolge die Berichterstattung und es schmerzt, nicht dabei sein zu können. Die Gruppe mit der Ukraine, Slowenien und Ungarn ist schwer, aber es ist machbar, unter den ersten Drei zu landen und die Quali zu schaffen. Ich glaube an unser Team und halte die Daumen."


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28.01.2020 - Jakob Pöltl verzeichnet beim 109:110 der San Antonio Spurs bei den Chicago Bulls 16 Pts / 13 Reb. Es ist sein zweites Double-Double der Saison, das dritte im Spurs-Dress und das siebente insgesamt in der NBA #jp25 #nba #basketballrotweissrot

26.01.2020 - Die Basketballwelt trauert um Kobe Bryant. Der 41-Jährige stirbt bei einem Hubschrauberabsturz in Kalifornien ebenso wie seine Tochter Gianna (13) und sieben weitere Menschen. „Heute ist ein trauriger Tag für den Basketballsport. Wir waren alle geschockt, als wir vom tragischen Ableben von Kobe gehört haben“, sagt der heimische NBA-Pionier Jakob Pöltl. „Sprachlos“ ist Steph Curry. Als „am Boden zerstört“ bezeichnet NBA-Commissioner Adam Silver die Liga-Familie (c) Instagram #kobe #24 #blackmamba #nba #basketballrotweissrot

11.01.2020 - Wie die Zeit vergeht: Jakob Pöltl darf mittlerweile auf 250 Einsätze in der NBA zurückblicken (c) Ernst Weiss (2) #jp25 #nba #basketballrotweissrot

250. NBA-Einsatz von Jakob Pöltl

11.01.2020 - Jakob Pöltl hat am Freitag (Ortszeit) beim 121:134 der San Antonio Spurs auswärts vs Memphis Grizzlies seinen 250. Einsatz in der regulären NBA-Saison absolviert (136 davon für die Toronto Raptors). Der erste Österreicher in der stärksten Basketball-Liga der Welt hat dabei 156 Siege gefeiert.

Der Center ist bisher 4.073 Minuten im NBA-Einsatz gewesen. Die Statistik weist u.a. 1.347 Punkte, 1.176 Rebounds, 231 Assists und 240 blocked shots für den 24-jährigen Wiener aus.

Highlights
Meiste Spielminuten – 41:10 vs Houston Rockets am 3.12.2019
Meiste Punkte – 20 @ Utah Jazz am 4.12.2018
Meiste Rebounds – 15 vs Houston Rockets am 3.12.2019
Meiste Assists – 6 @ Golden State Warriors am 6.2.2019
Meiste blocked shots – 5 (5mal), zuletzt vs Houston Rockets am 3.12.2019

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30.12.2019 - Der heimische NBA-Pionier Jakob Pöltl blickt vor allem nach vorne (c) Ernst Weiss #jp25 #nba #basketballrotweissrot

Jakob Pöltl will "immer noch mehr"

Jakob Pöltl ist mit den San Antonio Spurs nach einem schwierigen November wieder voll im Rennen um einen Platz in den NBA-Play-offs. Die Texaner liegen aktuell in der Western Conference nur knapp hinter dem achten Platz. Im Talking Heads-Gespräch analysiert der Wiener die jüngsten Entwicklungen, blickt auf 2019 zurück und auf 2020 voraus.

Wenn du auf das Jahr 2019 zurückblickst, was fällt dir ein?

"Auf jeden Fall mein Basketball Camp für Kids und überhaupt ein intensiver Sommer mit viel Training. Die Play-off-Serie gegen die Nuggets war cool, auch wenn wir leider knapp verloren haben. Es war ein gutes Jahr. Zwar mit Höhen und Tiefen, alles in allem aber erfolgreich. Ich habe basketballerisch Schritte nach vorne gemacht und Sachen, die ich mir vorgenommen hatte, erledigt - wie zum Beispiel eben mein erstes eigenes Camp."

Ihr habt euch im Dezember stabilisiert. Allein, wenn man die beiden Spiele gegen Detroit zu Beginn und zu Ende des Monats betrachtet (98:132 und 136:109), sieht man die Entwicklung. Was habt ihr verbessert?

"Es scheint, als wäre unsere Einstellung professioneller geworden. Ich hatte den Eindruck, dass wir zu Beginn der Saison zu locker in manche Spiele gegangen sind und daher viele Spiele, die wir eigentlich gewinnen hätten müssen, verloren haben. Ich denke, in dieser Hinsicht haben wir uns klar verbessert. Das macht sich vor allem in der Defense bemerkbar. Wir spielen mit einer anderen Energie und Intensität, dadurch wird auch die Wurfleistung besser, das hängt alles zusammen."

Seit der herben Niederlage in Detroit am 1. Dezember habt ihr außer gegen Cleveland alle schwächer eingeschätzten Teams geschlagen und unter anderem gegen Houston überrascht.

"Ja, an diesen mehreren Pflichtsiegen sieht man, dass wir definitiv mental stärker geworden sind."

Es gab eine Serie von fünf Overtimes in nur vier Spielen, drei davon habt ihr gewonnen. War das eine Schlüsselphase, die euch viel Selbstvertrauen gebracht hat?

"Natürlich tut es gut, wenn man sieht, dass man knappe Spiele gewinnen kann und in den entscheidenden Situationen voll da ist. Ob Overtime oder nicht, für uns war es nach den vielen Niederlagen wichtig für das Selbstvertrauen, einmal mehrere Siege innerhalb kurzer Zeit einzufahren."

Du bringst fast ausnahmslos starke Leistungen, kommst aber wieder von der Bank und deine Minuten sind im Schnitt etwas weniger geworden.

"Das Auf und Ab in den Minuten ist etwas gewöhnungsbedürftig. Ich denke, die Coaches sind in den letzten Wochen am Herumüberlegen, welche Formationen und Rotationen für das Team am besten sind. Natürlich würde ich gerne mehr spielen, aber ich versuche, meinen Job zu erledigen und das Optimum aus meinen Minuten zu machen. Das gelingt mir recht gut."

Was das Punkten betrifft, stichst du in letzter Zeit selten hervor, dafür aber mit Blocks, Rebounds und auch Assists. Hast du dein Spiel verbessert?

"Einerseits zeigen die Stats meine spielerischen Fortschritte, andererseits auch meine Rolle. Ich bin nicht so oft in Scoring-Positionen, aber gerade, wenn ich mit der Bench-Unit drauf bin, habe ich oft den Ball in der Hand und leite die Offense ein. Das führt zu vielen Assists. Ich habe mich in den letzten Wochen darauf konzentriert, speziell am Defensiv-Rebound noch mehr zu arbeiten, das hat gut funktioniert. Die Rolle an sich macht mir Spaß, ich will aber immer noch mehr. Gerade was das Scoren betrifft, ist ein bisschen mehr möglich, auch wenn ich da abhängig von den Spielsituationen bin."

Ein Play-off-Platz ist wieder ganz nah, obwohl ihr nicht brilliert habt, aber recht konstant spielt und andere Teams schwächeln. Du hast einmal gesagt, es ist wichtig, sich auf einer „Pace“ von sechs Siegen in zehn Spielen einzupendeln und Phasen, in denen man klar darunter ist, möglichst zu vermeiden.

"Ja, so kann man es zusammenfassen. Wir müssen ein Spiel nach dem anderen professionell und konzentriert angehen und dürfen keine Siege liegen lassen. Mit einer 6:4-Pace hätten wir sicher sehr gute Chancen auf die Playoffs. Einfach wird das aber nicht, gerade jetzt im Jänner. Zwar sind die Spiele innerhalb der eigenen Conference tendenziell etwas wichtiger, aber wir haben in den nächsten Wochen einige Spiele gegen die Top-Teams aus dem Osten: Milwaukee, Toronto, Boston, Miami."

Zum Abschluss nach dem Rückblick auf 2019 noch deine persönliche Vorschau auf 2020, was erwartet dich?

"Zunächst einmal liegt der Fokus klar auf dem Kampf um einen Play-off-Platz. Dann wird die Free Agency auf jeden Fall ein großes Thema sein. Ich hoffe, dass ich im Sommer an Nationalteam-Aktivitäten teilnehmen werde, auch wenn sich die Bewerbsspiele mit der NBA-Saison überschneiden."

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04.12.2019 - Jakob Pöltl verzeichnet beim 135:133 2OT der San Antonio Spurs vs Houston Spurs mit 41:10 Min und 15 Reb zwei persönliche Bestwerte in der NBA. 5 BS weist die Statistik zum fünften Mal für den Wiener aus. Weiters: 6 Pts/5 Ass/1 St (c) Ernst Weiss #jp25 #nba #basketballrotweissrot

03.12.2019 - Sieben Siege, 14 Niederlagen nach dem ersten Viertel der NBA-Saison: Trotz des Frusts über die Teamleistung ist die Zuversicht von Jakob Pöltl ungebrochen (c) Ernst Weiss #jp25 #nba #basketballrotweissrot

Schaffen es nicht, unser volles Potenzial abzurufen

03.12.2019 - Die San Antonio Spurs bleiben in der laufenden Saison hinter den gewohnten Leistungen zurück. Mit einer 7:14-Bilanz liegen Jakob Pöltl und Co. klar außerhalb der Playoff-Plätze. Der Wiener selbst ist insbesonders in der Defensive einer der Eckpfeiler des Teams. Trotz des Frusts über die Teamleistungen ist seine Zuversicht dungebrochen.

Das folgende Interview wurde von Talking-Heads aufgezeichnet

Nach einem gelungen Saisonstart (4-1, 5-3) habt ihr von den letzten 13 Spielen elf verloren. Woran hapert es?
"Ich denke, wir haben danach nicht um so viel schlechter gespielt als zu Beginn der Saison. Für mich wirkt es so, als würden wir nicht aus unserem eigenen Kopf herauskommen, als stünden wir uns selbst im Weg. Das Selbstvertrauen und die Energie sind nicht da, wir schaffen es nicht, in den Spielen unser volles Potenzial abzurufen. Zu Hause und gegen bessere Teams schaffen wir es eher, auswärts und gegen mittelstarke und schwächere Teams weniger. Es ist auf jeden Fall ziemlich frustrierend."

Wie ist der Zugang der Coaches zu dieser schwierigen Situation?
"Sie wollen, dass wir nicht so sehr auf die Ergebnisse, sondern mehr auf die Performance achten. Aber es ist nicht so einfach sich keine Gedanken über die Ergebnisse zu machen, wenn man einige Spiele in Folge verliert oder es nicht schafft, die Wende herbeizuführen und mehrere in Serie zu gewinnen."

Neben der Defense, die noch immer eine Baustelle ist, macht auch die schwankende Dreier-Quote Sorgen.
"Das hängt meiner Meinung nach alles zusammen und auch vom Selbstvertrauen und Rhythmus ab. Wenn wir hinten erfolgreich verteidigen, kommen wir ins Laufen und es fallen vorne auch die Würfe, wie zum Beispiel im Spiel gegen die Clippers. Wenn die Erfolgserlebnisse selten sind, fallen auch die Videosessions nicht angenehm aus, was wiederum vor allem für die jüngeren Spieler nicht einfach ist."

Du persönlich hast gute Werte, besonders wenn man tiefgehender auf die Stats schaut: Mit dir auf dem Feld seid ihr vor allem defensiv deutlich stärker, aber auch offensiv. Hast du persönlich ebenfalls das Gefühl, dass du Impact lieferst?
"Vor allem seit ein paar Wochen fühle ich mich sehr wohl. Ich merke, dass ich einen positiven Einfluss auf das Spiel habe - vor allem, wenn ich mit der Bank drauf bin, da haben wir vom letzten Jahr noch eine gute Chemie."

Du stehst nun wieder regelmäßig in der Starting Five. Die Starter-Rolle ist dir persönlich nicht so wichtig, aber gerade zu Saisonbeginn hast du weniger Minuten bekommen als wahrscheinlich erwartet.
"Ich habe am Anfang der Saison einfach nicht gut gespielt, habe Basics und Energie nicht so gebracht, wie man es von mir kennt. Irgendwann habe ich wieder zu meinem Spiel gefunden, sind Selbstvertrauen und Selbstverständlichkeit wiedergekommen. Dadurch habe ich mir wieder mehr Minuten und das Vertrauen des Trainers erarbeitet."

Du blockst in den letzten Wochen sehr viele Würfe, einzig die Feldwurfquote ist etwas schwächer als letzte Saison.
"Die Blocks sind eine Folge des Gesamtpakets, der Energie, der Aktivität in der Defense. Beim Abschluss ist noch Luft nach oben. Ich probiere heuer sicher ein bisschen mehr, habe also nicht nur einfache Sitzer, darunter leidet die Quote auch ein wenig. Vor allem aber war der Offensiv-Rhythmus zu Saisonbeginn noch nicht so da, es läuft jetzt schon deutlich besser, der Weg stimmt."

Du hast gesagt, die Situation ist frustrierend. Dennoch betont auch Coach Popovich, dass ihr die Spurs seid und ihr das schon wieder hinkriegen werdet. Wie optimistisch bist du?
"Ich bin weiterhin ziemlich zuversichtlich, aber natürlich ist klar: Es muss etwas passieren. Wir haben das Zeug und die Leute dazu, wieder die Playoffs zu schaffen. Der Kader ist sogar etwas besser als in der letzten Saison. Wir wissen, dass wir besser sind als unser derzeitiger Output. Es ist auch eine Frage der Zeit, bis es wieder läuft."

Der Rückstand auf die Playoff-Plätze ist noch überschaubar, dennoch wird es nicht einfach. Die Top-Teams im Westen scheinen euch doch klassemäßig voraus zu sein und es drängen weitere Teams wie Blazers oder Thunder nach schwachen Starts nach vorne.
"Dass es eng werden wird, war auch schon vor der Saison klar. Wir haben gerade einmal 21 Spiele hinter uns, es ist noch nicht viel entschieden."

Welche Teams haben dich im ersten Saisonviertel überrascht?
"Die Raptors spielen trotz Verletzungsproblemen ziemlich gut, das ist cool zu sehen. Von den Lakers hätte ich nicht erwartet, dass sie so früh schon so gut sind."

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Pöltl wird im Sommer "Restricted Free Agent"

22.10.2019 - Seit Dienstag steht fest: Jakob Pöltl wird im Sommer 2020 "Restricted Free Agent" sein, da er sich mit den San Antonio Spurs nicht vorzeitig auf einen neuen Vertrag einigen konnte. Die Texaner können dann mit Angeboten anderer Teams gleichziehen, um den Wiener weiter in ihren Reihen zu halten.

Das folgende Interview wurde von Talking-Heads aufgezeichnet

Jakob, die Entscheidung ist am Montag gefallen, du hast mit den Spurs keine „Extension“ unterschrieben. Warum nicht?
Wenn wir uns einig geworden wären, hätte ich schon gerne vorzeitig verlängert, aber es gab verschiedene Vorstellungen und ich habe mir persönlich keinen Druck gemacht, schon jetzt den Vertrag in der Tasche haben zu müssen. Im Endeffekt war es eine Business-Entscheidung von beiden Seiten, es ändert sich für mich nicht viel für nächsten Sommer: Ich würde prinzipiell gerne bleiben, aber wenn es woanders eine bessere Situation geben sollte, ist es einfach so.

Wie kann man sich deinen Entscheidungsprozess vorstellen?
Ich habe mich im Sommer mit meiner Agentur zusammengesetzt und mir ihre Empfehlungen angehört. Im Endeffekt lag die Entscheidung aber bei mir, ob ich pokern oder mich früh absichern will. Ich denke, das Risiko ist nicht so groß, ich befinde mich grundsätzlich weiter in einer guten Position. Es ist okay, wenn ich auf mich selbst setze.

Der Saisonstart steht vor der Tür, wie bist du mit eurer Vorbereitung zufrieden?
Es war eine typische Preseason, da verläuft nicht alles perfekt. Die Trainings waren gut und auch in den Spielen haben wir uns kontinuierlich verbessert, der Coach hat verschiedene Line-ups durchprobiert. Insgesamt fällt das Fazit auf jeden Fall positiv aus.

Du warst in einigen Spielen Starter, bist aber auch von der Bank gekommen. Was gefällt dir mehr?
Ich bin es immer noch mehr gewohnt, mit der Bank zu spielen, aber ich fühle mich auch in der Starting Five wohl, mag auch diesen Stil. Ich hoffe, es wird während der Saison ein bisschen was von beidem sein. Es wird einerseits auf den Gegner ankommen, andererseits auch darauf, wie wir funktionieren. Wir haben heuer eine sehr tiefe Bank, es gibt verschiedenste mögliche Kombinationen und Pop scheut sich nicht, jemanden mal sitzen zu lassen, wenn ihm seine Einstellung an diesem Tag nicht gefällt.

Wie fühlst du dich persönlich für die neue Saison gerüstet?
Alles in allem gut. Es lief noch nicht alles rund, bei ein paar Kleinigkeiten muss ich noch in den Rhythmus kommen bzw. wird es mir helfen, dass die Trainings wieder kürzer werden und man wieder in diesen Ablauf mit vielen Spielen kommt. Mit meinem Fortschritt insgesamt bin ich zufrieden.

Was ist dein Zugang für dieses Jahr?
Ich bin an dem Punkt angekommen, wo ich nicht mehr das Gefühl habe, dass mich in der NBA noch etwas überraschen kann. Ich habe die Einstellung, mehr auf meine Chancen zu achten, was mir bis jetzt gut gelingt und was auch gut für das Team ist.

Point Guard Dejounte Murray kehrt nach seiner einjährigen Verletzungspause ins Team zurück, was ändert sich?
Doch einiges, da er defensiv sehr gut ist und wir mit Derrick White nun auch einen echten Point Guard von der Bank bringen, dazu mit Patty Mills und Marco Belinelli zwei Shooter, das ist schon sehr effektiv. Ich habe mit Dejounte noch nicht sehr viel zusammengespielt, aber wenn, dann hat es schon sehr gut geklappt.

Euer vorrangiges Ziel sind die Playoffs. Wird es schwieriger als letzte Saison?
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es schwerer wird, aber die Lage ist schwer einzuschätzen. Einige Teams aus dem Westen sind auf dem Papier gut, aber neu zusammengestellt, einige andere unverändert. Ich bin aber zuversichtlich, unser Potenzial ist denke ich höher als letztes Jahr.

Dein Favorit sind die L.A. Clippers?
Wahrscheinlich sind sie der Favorit, aber sie sind eben auch neu zusammengewürfelt. Wenn sie es schaffen, eine gute Teamchemie zu entwickeln, sind sie für mich erster Titelanwärter.

Euer erster Gegner sind die New York Knicks, wie viel habt ihr euch schon mit ihnen beschäftigt? Wir schauen zu Saisonbeginn zuerst, dass bei uns alles rund läuft. Ich habe mich mit den ersten Gegnern noch nicht viel beschäftigt. Die Knicks haben auch einige neue Spieler und sind für mich schwer einschätzbar, aber der Fokus liegt wie gesagt ohnehin klar auf unseren eigenen Sachen.

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21.10.2019 - Mit einem Heimspiel vs New York Knicks beginnt in der Nacht auf Donnerstag (MESZ) die vierte NBA-Saison für Jakob Pöltl. Der Center geht gleichzeitig ins zweite Spieljahr mit den San Antonio Spurs, für die er 2018/19 im Schnitt 5,5 Pts, 5,3 Reb und 16,5 Min pro Partie verbucht hat. Die anstehende Saison ist sein letztes Vertragsjahr. 2019/20 hat daher für den heimischen NBA-Pionier auch persönlich große Bedeutung. Ratschläge kann sich der 24-Jährige mittlerweile bei Tim Duncan holen. Der langjährige Spurs-Star fungiert als Assistant-Coach beim fünffachen NBA-Champion (c) Ernst Weiss #jp25 #nba #basketballrotweissrot

28.08.2019 - Jakob Pöltl, hier noch beim Heimaturlaub in Wien, trainiert aktuell in Los Angeles. Allfällige Spurs-Duelle, zu denen es bei der anstehenden Weltmeisterschaft (31.8.-15.9. in China) durchaus kommen kann, will sich der NBA-Center aus Wien jedenfalls anschauen. Mehr im Talking-Heads-Interview (c) Ernst Weiss #jp25 #nba #basketballrotweissrot

Jakob Pöltl auf dem Weg in vierte NBA-Saison

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, Jakob Pöltl bereitet sich derzeit in Los Angeles auf seine vierte NBA-Saison vor, die zweite bei den San Antonio Spurs. Nach seinem ersten Basketball-Camp in Wien und ein wenig Urlaub steht für den 23-Jährigen vor allem viel Training auf dem Programm. Im Oktober könnte es eine wichtige Karriere-Entscheidung geben. Einen Blick wirft Jakob auch auf die Weltmeisterschaft in China, an der einige Spurs teilnehmen.

Jakob, wie hast du die letzten Wochen verbracht?

"Derzeit arbeite ich mit Trainern von 'Integrity Hoops' an einem College in Los Angeles, im Moment ist mit JaVale McGee auch ein anderer NBA-Center ein Trainingspartner, davor waren Mario Hezonja und Georges Niang bei meinen Trainings dabei. Auch Blake Griffin trainiert hier. Insgesamt ist es mit einer Unterbrechung meine dritte Woche in L.A., die Zusammenarbeit mit den Privattrainern wurde von meiner Agentur in Absprache mit den Spurs organisiert. Ein junger Trainer von 'Integrity Hoops' hat heuer auch in Wien mit mir gearbeitet. In der vergangenen Woche war ich in San Antonio und habe am Rookie Camp teilgenommen. Ich konnte unseren Rookies helfen, aber auch für mich waren die Inhalte wichtig."

Apropos Inhalte: Worauf wird in den Trainings in L.A. Wert gelegt?

"Es ist relativ wurflastig, mit vielen Drills für Guards, aus Dribble-Moves und Penetrations heraus, mit vielen verschiedenen Techniken. Generell ist viel Bewegung mit schnellen Entscheidungen dabei, was sehr unserem Spiel bei den Spurs ähnelt. Wir spielen 2-gegen-2 oder 3-gegen-3 mit oder gegen die Coaches, um die Bewegungsmuster zu vertiefen."

Zeit für Privates bleibt vor Saisonbeginn auch noch?

"Ja, am Donnerstag fliege ich für ein paar Tage nach Kanada, wo der Labour Day gefeiert wird. In der Nähe von Toronto treffe ich mich mit Freunden, danach geht es dann in San Antonio richtig los."

Bis 21. Oktober besteht die Möglichkeit für die Spurs und dich, sich auf eine Vertragsverlängerung zu einigen. Passiert das nicht, bist du im Sommer 2020 Restricted Free Agent, kannst also Angebote von anderen Teams bekommen. Wie ist der aktuelle Status?

"Ich lege das in die Hände meiner Agentur, derzeit gibt es noch nichts Konkretes. Grundsätzlich gefällt es mir in San Antonio sehr gut. Ob es zu einer Verlängerung kommt, wird natürlich auch vom Angebot abhängen. Wenn eine Einigung passiert, kann das durchaus ein zukunftsweisender Vertrag sein. Ich konzentriere mich im Moment aber eher auf die Arbeit im Training."

Am Samstag beginnt die Weltmeisterschaft in China. Mit Coach Gregg Popovich, den Assistants Chip Engelland und Will Hardy, Derrick White (alle USA), Patty Mills (AUS), Marco Belinelli (ITA) und Chimezie Metu (NGR) sind zahlreiche Spurs vertreten. Du wirst das Turnier sicher genau verfolgen?

"Ich habe die Resultate der Testspiele mitbekommen, vor allem die Leistung von Patty beim Sieg von Australien gegen die USA war bemerkenswert. Vom Team USA hört man hier viel, auch von den Teamkollegen bekomme ich einiges mit. Wenn es bei der WM zu direkten Spurs-Duellen kommen sollte, werde ich mir die sicher anschauen."

Die USA plagen zahlreiche Absagen. Ist das für dich nachvollziehbar? In Europa ist das in diesem Ausmaß unverständlich.

"In Europa ist es einfach üblicher, fast jeden Sommer für das Nationalteam zu spielen. Für die Superstars hat außerdem Olympia eine höhere Wertigkeit als die WM. Ich kann die Gründe für die Absagen grundsätzlich nachvollziehen. In letzter Zeit gab es oft Schlagzeilen über Verletzungen von Stars. Viele fragen sich, wofür riskiere ich hier meine Gesundheit, wenn das eigentlich die Zeit zum Trainieren und Ausrasten ist. Es hat sich ein Trend entwickelt, dem sich viele anschließen. Dass manche Spieler stattdessen in irgendwelchen Pick-up-Games spielen, wo die Verletzungsgefahr auch besteht, ist natürlich hinterfragenswert. Andererseits ergibt sich für viele Spieler, die in den Kader nachrücken und dabei sein wollen, eine coole Chance"

Sind die USA trotz der Ausfälle Favorit?

"Schwer zu sagen, wahrscheinlich sind sie es trotzdem noch. Der Kader ist tief besetzt, es sind noch immer einige Stars dabei, auch wenn der Klassenunterschied zu manchen anderen Teams nicht mehr sehr groß ist. Grundsätzlich leben die USA mehr von ihrem individuellen Talent, während andere Länder wie Spanien oder Serbien eingespielter und daher taktisch weiter sind. Dazu kommt, dass die USA immer Druck haben. Es gibt heuer sicher einige Nationen, die die Chance auf Gold haben, erster Anwärter bleibt aber wahrscheinlich Team USA."

Das Gespräch führte Talking-Heads 

15.08.2019 - Der Spielplan der San Antonio Spurs in der Saison 2019/20 der NBA #jp25 #nba #thisiswhyweplay #basketballrotweissrot

06.07.2019 - Back to the roots: Der heimische NBA-Pionier Jakob Pöltl hat kürzlich in Salt Lake City trainiert, wo er von 2014 bis 2016 und somit zwei Saisonen lang für die Utah Utes in der NCAA gespielt hat (c) Utah Utes #jp25 #nba #basketballrotweissrot

25.07.2019 - David Krämer, jüngerer Bruder des ÖBV-Internationalen Filip Krämer und bis 2014 Nachwuchsspieler bei den Oberwart Gunners, hat einen Vertrag bei den Phoenix Suns in der NBA unterzeichnet. Der 22-Jährige ist deutscher Staatsbürger (c) privat #nba #thisiswhyweplay #basketballrotweissrot

23.07.2019 – Jakob Pöltl bekommt mit Tim Duncan (ganz rechts) einen prominenten Assistant-Coach bei den San Antonio Spurs. Der 43-jährige ehemalige Power Forward und Center spielte von 1997 bis 2016 für die Texaner, mit denen er alle fünf bisherigen NBA-Titel (1999, 2003. 2005, 2007, 2014) der Clubgeschichte holte (c) San Antonio Spurs #jp25 #nba #basketballrotweissrot